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Unternehmensmeldungen, 08.03.2006, 14:01

ThyssenKrupp Services forciert Werkstoffdienstleistungen in Asien

Die ThyssenKrupp Services AG (Düsseldorf/Deutschland) expandiert weiter international: In Asien erwirtschaftet das Dienstleistungssegment des ThyssenKrupp Konzerns im Bereich der Werkstoffdienstleitungen aktuell einen Umsatz von etwa 140 Millionen US-Dollar. Mehrere Hundert Mitarbeiter sind vor Ort beschäftigt. Mittelfristig soll der Umsatz in der Region verdoppelt werden.

In Shanghai, eine der besonders attraktiven Wirtschaftsregionen Chinas, nahm jetzt der Werkstoffdienstleister ThyssenKrupp Materials (Shanghai) Co., Ltd. offiziell die Geschäfte auf. Die Gesellschaft spezialisiert sich auf die Lagerhaltung sowie die Anarbeitung insbesondere von NE-Metallen und Kunststoffen. "Nirgendwo auf der Welt wächst die Nachfrage nach Werkstoffen und Industrieprodukten so schnell wie in China. In diesem dynamischen Umfeld wollen wir uns verstärkt engagieren", weist ThyssenKrupp Services Vorstand Joachim Limberg die Richtung. Mittelfristig strebt ThyssenKrupp Materials (Shanghai) einen Jahresumsatz von 120 Millionen Dollar an.

Das neue Unternehmen ist ein Joint-Venture, an dem ThyssenKrupp Services 70 Prozent der Anteile hält. Partner mit 30 Prozent ist das Werkstoff-Handelshaus Leong Jin Corp. Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur. Limberg: "Mit unserem Partner haben wir einen Kenner der chinesischen Wirtschaft an unserer Seite, mit dem wir auch in anderen Fernost-Märkten seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten". Leong Jin, an dem ThyssenKrupp Services ebenfalls 30 Prozent hält, erwirtschaftete 2005 einen Umsatz von rund 80 Millionen US-Dollar und hat Standorte unter anderem in Malaysia, China und Thailand.

Lager- und Anarbeitungsflächen in Südkorea erweitert

Derzeit im Ausbau befindet sich ThyssenKrupp Metals Co., Ltd. in Seoul, Südkorea. Innerhalb der letzten Monate wurde die Lagerfläche nennenswert von 4.000 auf über 10.000 Quadratmeter vergrößert. Angeboten werden vor allem NE-Metalle, verschleißfeste Bleche und Werkzeugstahl. Auch die Anarbeitungskapazitäten - insbesondere für die Bearbeitung von Aluminium - werden zukünftig weiter ausgebaut, um auf Kundenwünsche noch schneller reagieren zu können und ein Maximum an Service zu bieten.

In den letzten Jahren wurde der Umsatz mit 40 Mitarbeitern auf jetzt 46 Millionen US-Dollar nahezu verdoppelt. "Wir planen in Südkorea mittel- bis langfristig einen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar. Dafür müssen wir unseren Service-Anteil jedoch weiter erhöhen!", erklärt Joachim Limberg. Die Gesellschaft wurde 1979 von einem lokalen Partner gegründet und 1999 in ein Joint Venture eingebracht, an dem ThyssenKrupp Services 60 Prozent der Anteile hält.

Kapazitätsausbau in Thailand

Investitionen auch in Thailand, einem der Länder Asiens mit dem dynamischsten Stahlverbrauch: Im Großraum Bangkok baut ThyssenKrupp Services derzeit seine Gesellschaft Thai-German Special Steel Center Co., Ltd. weiter aus. 1994 gegründet und mit einem lokalen Partner als Joint-Venture geführt (ThyssenKrupp Anteil: 70 Prozent), ist das Unternehmen auf die Lagerhaltung von Werkzeug- und Edelbaustahl sowie NE-Metallen - Aluminium und Kupfer - ausgerichtet. Im Bereich der Anarbeitung liegt ein Schwerpunkt auf der Fertigung von Kunststoff-Formenrahmen.

Aktuell wird in eine neue Wärmebehandlungsanlage investiert, um das Werkzeug- und Edelbaustahlgeschäft weiter ausdehnen zu können. Zudem soll durch die Erweiterung des Werkstoffprogramms und ein neues Standort-/Logistikkonzept die Entwicklung zum Vollsortimenter systematisch vorangetrieben sowie der direkte Zugang zur stark wachsenden Automobilindustrie geschaffen werden. Thai-German Special Steel Center beschäftigt 150 Mitarbeiter in Lager-, Service- und Anarbeitungszentren an drei Standorten.

Weiteres Wachstum geplant

Der asiatische Raum ist für ThyssenKrupp Services ein sehr interessanter Wachstumsmarkt. "Dies ist nicht der letzte Schritt gewesen, wir wollen weiter wachsen", betont Limberg in Hinblick auf die mittelfristig angestrebte Umsatzverdopplung in der Region. "Denkbar sind dabei weitere Akquisitionen oder Joint-Ventures sowie die stärkere Vernetzung mit den Werkstoffdienstleistungsaktivitäten von ThyssenKrupp Services in den USA und in Europa."

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