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Unternehmensmeldungen, 12.09.2007, 12:00

Leicht und sicher: Edelstahl-Hersteller zeigen Zukunft des Autos

Nichtrostender Edelstahl kann beim Einsatz im Automobilbau zu einer Ressourcen schonenden Gewichtsersparnis führen, ohne gängige Sicherheitsstandards zu beeinträchtigen. Leicht und sicher schließen sich nicht aus, nichtrostender Edelstahl kann damit Lösungen für die steigenden Umweltanforderungen bieten. Zu diesem Ergebnis kommt das Projekt „Next Generation Vehicle“, ein Zusammenschluss führender Edelstahl-Hersteller und Autoproduzenten. Die internationale Forschungsgruppe stellte ihre Studie heute in Frankfurt/M. anlässlich der weltgrößten Automobilmesse IAA vor.

Ziel des Ende 2004 gestarteten Projektes war es, Potenziale von nichtrostendem Edelstahl als Material im Automobilbau aufzuzeigen. Im Rahmen der Untersuchung sind innovative Werkstoffe für neue Anwendungen im Automobilbau entwickelt und getestet worden – mit zukunftsweisenden Erkenntnissen. An dem Projekt nahmen die Autoproduzenten Audi, BMW, DaimlerChrysler, Fiat, General Motors/Saab und Ford/Volvo teil. Von Seiten der Edelstahl-Hersteller waren ThyssenKrupp Nirosta (Deutschland), Outokumpu (Finnland) und ArcelorMittal Stainless (Frankreich) beteiligt. „Die Herausforderung für das Projekt bestand in dem Spagat zwischen Gewichtsreduzierung auf Grund steigender Umwelt-Anforderungen und steigender Sicherheitsbelange“, sagte Dr. Alfred Otto, Vorstand Vertrieb der ThyssenKrupp Nirosta. „Unsere Studien belegen, dass Edelstahl Lösungen für das Auto der Zukunft bietet. Wir liefern technologisch ausgereifte und innovative nichtrostende Stähle, die es schaffen, diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden“, betonte Dr. Otto. „Mit diesen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Werkstoffen können sich die Automobilhersteller dem wichtigen gesamtgesellschaftlichen Ziel des Klimaschutzes von der Produktseite her zunehmend annähern.“

Der Einsatz von nichtrostendem Edelstahl ist beim Fahrzeugbau gerade in crashbeanspruchten Strukturteilen denkbar und sinnvoll. Das ist das Ergebnis der Studie, die von Entwicklungsingenieuren und Anwendungstechnikern der beteiligten Unternehmen erarbeitet wurde. Wesentliche Vorzüge der nichtrostenden Stähle - etwa Gewichtsersparnis und hohe Festigkeit - machen einen umfassenderen Einsatz dieser Werkstoffe bei einer Ressourcen schonenden Fertigung von Fahrzeugen zweckmäßig und sinnvoll.

Zielsetzung des Projekts „Next Generation Vehicle“ ist es, Verarbeitungsrichtlinien für nichtrostende Stähle als notwendige Voraussetzung für einen Edelstahleinsatz zu erstellen. Als Referenz dienten dazu B-Säulen, die in Crashtests erprobt wurden. Die Ergebnisse wurden in Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen abgeglichen, die Simulationsprogramme für die Metallumformung und die Simulation des Crashverhaltens für Edelstahl anbieten. Diese Firmen entwickelten im Rahmen des „Next Generation Vehicle“ Projekts ihre Programme weiter. Die Erkenntnisse aus dem „Next Generation Vehicle“-Projekt sind zu Design- und Verarbeitungs-Guidelines zusammengefasst worden. Mit den neuen künftig auch kommerziell erhältlichen Softwareprogrammen ist eine weitere Notwendigkeit für den breiteren Einsatz von nichtrostenden Stählen erfüllt. Den Autobauern eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten in der Fahrzeugentwicklung. Innerhalb des „Next Generation Vehicle“-Projekts ist auch ein Kostenmodell in Zusammenarbeit mit dem Bostoner MIT (Massachusetts Institute of Technology) erstellt worden, mit dem der Einsatz unterschiedlicher Fertigungsverfahren und Werkstoffe direkt miteinander verglichen und somit die optimale Edelstahllösung ermittelt werden kann. „Next Generation Vehicle“ wird seine Arbeit in den nächsten Monaten fortsetzen.

Nichtrostender Edelstahl bietet für Entwicklungsingenieure der Autokonzerne schon jetzt interessante Möglichkeiten. Beispielsweise haben eigens entwickelte Werkstoffe der ThyssenKrupp Nirosta bereits Eingang in den Automobilbau gefunden. Aus ihnen werden Crash-Komponenten für den Porsche Carrera GT, Überrollbügel beim Porsche Boxster, Bauteile im Audi A 6 und Rahmenkonstruktionen für den Audi A 8 gefertigt. Dadurch werden in einigen Bereichen bereits heute die Anzahl der Bauteile vermindert und Kosten eingespart.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.ngvproject.org zu finden.

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