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Produkte und Lösungen, 24.07.2008, 09:00

Weltweit erste HPPO-Anlage nach Lizenz von Evonik und Uhde bei SKC, Korea, erfolgreich in Betrieb genommen

Die koreanische SKC, Seoul, hat in Ulsan die weltweit erste großtechnische Anlage zur Herstellung für Propylenoxid nach dem innovativen HPPO-Verfahren in Betrieb genommen. Die Anlage hat eine Kapazität von 100.000 Tonnen jährlich. Evonik Industries, Essen, und Uhde, Dortmund, haben das HPPO-Verfahren gemeinsam entwickelt und an SKC lizenziert. Das Verfahren erzeugt mit Hilfe eines von Evonik entwickelten Katalysators Propylenoxid aus Propylen und Wasserstoffperoxid (H2O2). Das Joint Venture Evonik Headwaters liefert das H2O2 in Ulsan direkt „über den Zaun“ in die HPPO-Anlage.

Evonik ist mit der Inbetriebnahme seinem strategischen Ziel einen großen Schritt näher gekommen, Wasserstoffperoxid in großen Mengen für chemische Prozesse wie dem HPPO-Verfahren zur Verfügung zu stellen. Dr. Klaus Engel, Mitglied des Vorstands von Evonik und zuständig für das Geschäftsfeld Chemie: „Durch gezielte Entwicklung neuer Technologien gemeinsam mit bewährten und kompetenten Partnern eröffnen wir einen attraktiven Markt für Wasserstoffperoxid.“ Engel und der zuständige Geschäftsführer Helmut Knauthe von Uhde sind sich einig: „Mit der Produktion in Korea ist nun die Referenz für den Bau weiterer Anlagen nach dem HPPO-Verfahren entstanden.“ Evonik ist mit einer Kapazität von mehr als 600.000 Tonnen jährlich weltweit der zweitgrößte Hersteller von Wasserstoffperoxid, das bislang vor allem in der Papier- und Zellstoffbleiche Verwendung findet.

SKC bedient mit dem Propylenoxid aus dem innovativen HPPO-Verfahren den koreanischen Markt und Nachbarstaaten. Propylenoxid ist eine Chemikalie mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten, die vor allem für die Herstellung von Polyurethan-Vorprodukten verwendet wird. Polyurethane werden beispielsweise zu Polstern für Autositze oder Möbel weiterverarbeitet.

Die Vorteile des HPPO-Verfahrens liegen in einem deutlich niedrigeren Investitionsvolumen, daher ist die Wirtschaftlichkeit höher als bei dem herkömmlichen Produktionsverfahren für Propylenoxid. Darüber hinaus ist das HPPO-Verfahren äußerst umweltfreundlich: Es hat eine hohe Ausbeute und außer Wasser entstehen keine Nebenprodukte in nennenswerter Menge. „Gerade unter sich ständig verschärfenden Umweltauflagen ist das innovative und koppelproduktfreie HPPO-Verfahren das Verfahren der Zukunft“, sagt Helmut Knauthe

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