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Produkte und Lösungen, 08.04.2010, 13:42

Bauelemente für Sportstadion in Melbourne

ThyssenKrupp Steel Europe hat 25.000 Quadratmeter Stahl-Sandwichelemente für den Bau eines Sportstadions in Melbourne geliefert. Aus den Elementen des Typs Hoesch isowand vario® besteht das Dach des insgesamt 267,5 Millionen australische Dollar (rund 180 Millionen Euro) teuren Bauwerks. Die ursprünglich für Wand- und Fassadenanwendungen entwickelten isowand-Elemente eignen sich perfekt für die spezielle Architektur der Stadionhülle.

Die neue Sportstätte, seit kurzem nach einem australischen Versicherungskonzern AAMI Park benannt, ist auch als „Melbourne Rectangular Stadium“ bekannt. Rectangular bezieht sich auf die Form des Spielfelds, und die ist erwähnenswert in einem Land, dessen Nationalsport Australian Football auf ovalen Feldern gespielt wird. Rectangular bedeutet: hier finden künftig Rugbyspiele oder Fußballmatches nach europäischen Regeln, also „soccer“ statt.

Auf die äußere Gestalt des Stadions trifft der Begriff rechteckig indes überhaupt nicht zu: Was sich Cox Architects + Planners, eines der größten Architekturbüros in Australien, hierfür ausgedacht haben, basiert auf den geodätischen Kuppeln des amerikanischen Architekten Richard Buckminster Fuller. Solche Kuppeln sind aus vielen kleinen durch eine filigrane Fachwerkkonstruktion verbundenen Dreiecken zusammengesetzt. Sie ahmen Konstruktionsprinzipien der Natur nach, sind extrem stabil und können bei vergleichsweise geringem Materialeinsatz große Räume umschließen. Cox Architects benutzen den Begriff „bioframe“ für ihr Dachdesign und betonen damit seine organische Gestalt. Die Stadionhülle sieht aus wie ein großer Kreis ineinander verschränkter Halbkugeln, die zum Spielfeld hin offen sind.

Das bioframe Konzept ist nicht nur ästhetisch, sondern auch wirtschaftlich interessant. Um die mehr als 30.000 Zuschauerplätze gegen Wind und Wetter zu schützen, war nur etwa halb so viel Material nötig wie bei einer konventionellen Konstruktion mit einem so genannten Kragdach. Allerdings stellt das Konzept besondere Anforderungen an die verwendeten Materialien. Geringes Eigengewicht ist wichtig, denn es gilt, stützenfreie Spannweiten von bis zu sechs Metern zu überwinden. Bei aller Leichtigkeit kommt es aber auch auf gute Dämmungseigenschaften an, damit es sich unter dem Stadiondach auch bei australischem Sonnenschein aushalten lässt. Gute Brandschutzeigenschaften sind bei einem solchen Großbauwerk für Massenereignisse ebenfalls unverzichtbar. Die Konstruktion setzt passgenaue Einzelteile voraus und schließlich müssen auch die hohen Designansprüche der Architekten erfüllt werden.

Leicht, erstklassige Dämmwerte, gute Brandschutzeigenschaften, präzise Fugengeometrie und hochwertige Anmutung: Das geeignete Produkt für diesen Anforderungskatalog fand das für die Errichtung des Stadions verantwortliche australische Bauunternehmen Grocon Pty. Ltd. über den australischen Bausysteme-Vertrieb von ThyssenKrupp Steel Europe. Hoesch isowand vario® ist ein Stahl-Sandwichelement speziell für moderne, ästhetisch anspruchsvolle Industriearchitektur. Das Element, bei dem zwei dünne Stahlschalen einen dicken Polyurethan-Hartschaumkern umschließen, verfügt über erstklassige Wärmedämmungseigenschaften bei geringem Eigengewicht. Hoesch isowand vario® lässt sich verdeckt befestigen und besitzt eine präzise ausgearbeitete, passgenaue Fugengeometrie. Die Elemente gibt es mit glatter, linierter, mikroprofilierter und V-profilierter Oberseite. Für perfekten Korrosionsschutz sorgt eine Duplex-Beschichtung, bei der die stählernen Deckschalen zunächst mit einer Zinkschicht und dann mit einer Lackierung oder Kunststoffoberfläche versehen werden. Die
Elemente sind in Dicken von 60, 80, 100, 120 und 140 Millimetern lieferbar. Hoesch isowand vario® ist als schwer entflammbarer Baustoff gemäß DIN EN 13501-1 klassifiziert.

Das bioframe Dach des Melbourner Stadions besteht aus 100 Millimeter dicken isowand vario Elementen, die nur knapp 13 Kilogramm pro Quadratmeter wiegen. Das in Melbourne ansässige Unternehmen Minesco Pty. Ltd. hatte die Aufgabe, die Elemente vor der Anlieferung an die Baustelle in gleichschenklige Dreiecke zu schneiden und mit Aluminiumleisten einzurahmen. Ebenfalls vor dem Einbau montierte Kautschuk-Dichtungen machen die Dachkonstruktion wasserdicht. Den von den Architekten ausgewählten Farbton „whisper white“ hat ThyssenKrupp Steel Europe mit einer hochwertigen PVDF-Beschichtung (Polyvinylidenfluorid) umgesetzt. Die Kunststoffschicht ist 25 Mikrometer dick und sorgt mit ihrer hohen chemischen und thermischen Beständigkeit dafür, dass die Oberfläche Umwelteinflüssen und Sonneneinstrahlung dauerhaft und ohne Qualitätsverluste standhält. Die Oberfläche der Elemente ist mikroprofiliert, so dass Regenwasser gut abfließen und in entsprechenden Tanks als Brauchwasser für den Stadionbetrieb aufgefangen werden kann. Das Regenwassermanagement ist Teil des Nachhaltigkeitskonzepts für das Stadion, das unter anderem auch ein integriertes Abfall- und Recycling System umfasst.

Eingeweiht wird das neue Stadion mit einem wahren Klassiker der Rechteck-Spielkultur: Am 7. Mai treten tritt die australische Rugby-League Nationalmannschaft gegen die die Nationalmannschaft Neuseelands an.


Diese Presse-Information finden Sie auch im Internet unter www.thyssenkrupp-steel-europe.com

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