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Unternehmensmeldungen, 30.09.2005, 11:00

125 Jahre High Tech-Sägenstahl aus Remscheid

Heute feiert das ThyssenKrupp Sägenstahlcenter zusammen mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern in der historischen Stadthalle Wuppertal sein 125jähriges Firmenjubiläum. Die 100prozentige ThyssenKrupp Stahl-Tochter mit Sitz in Remscheid beschäftigt 19 Mitarbeiter, die im Geschäftsjahr 2003/2004 einen Umsatz von rund 14 Millionen Euro erwirtschaftet haben.

Um Holz, Kunststoff, Metall und Stein in Form zu bringen, bedarf es besonderer Schneidblätter. Fast jeder Heimwerker nennt eine Kreissäge sein Eigen, doch längst nicht jeder weiß, dass das Herzstück des Werkzeugs oft ein Produkt von ThyssenKrupp Stahl ist. Denn das qualitativ hochwertige Vormaterial dafür, die so genannten Stammblätter, liefert das ThyssenKrupp Sägenstahlcenter in Remscheid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Flachstählen für die Sägen- und Messerfertigung. Das Lieferprogramm umfasst Warmbandcoils, zugeschnittene Warmbandbleche, weiches und vergütetes Kaltband sowie Quartobleche, die in der 5.000 Quadratmeter großen Lager- und Produktionshalle konfektioniert und auf Maß geschnitten werden. Gut 13.000 Tonnen Sägenbleche und Sägenbandstahl in den unterschiedlichsten Güten und Abmessungen werden pro Jahr verkauft.

Sägen werden in Remscheid und Umgebung seit über 200 Jahren hergestellt. Ein großer Teil der europäischen Sägenindustrie hat sich dort bis heute angesiedelt und stellt Kreissägen für die verschiedensten Anwendungen her. Auch das ThyssenKrupp Sägenstahlcenter blickt auf eine langjährige Tradition zurück: Bereits 1853 gründete die Hagener Firma Asbeck, Osthaus & Co in Remscheid ein Lager, das in einer Bauzeichnung von 1880 dargestellt ist. Ein handschriftliches Dokument des Familienunternehmens enthält den Antrag auf "Ertheilung einer Concession". Bereits 1855 begannen vom Werk Hagen aus die Lieferungen von Puddelrohstahl an das Lager in Remscheid. Nach und nach hat sich Asbeck, Osthaus & Co auf die Belieferung der Werkzeug- und vor allem Sägenindustrie mit besonderem Vormaterial spezialisiert.

1937 firmierte das Unternehmen unter Stahlwerke Harkot-Eicken. Die nächsten Jahrzehnte waren von verschiedenen Fusionen geprägt. 1978 übernahm die Friedrich Krupp Hüttenwerke AG das Unternehmen. Nach weiteren Zusammenschlüssen und der Stahlfusion im Jahre 1997 haben Thyssen und Krupp Hoesch ihre Aktivitäten auf dem Sektor "Kreissägen und
-messer" zusammengeführt. 1999 verselbstständigte sich das ehemalige Lager an der Industriestraße von ThyssenKrupp Stahl in Remscheid als ThyssenKrupp Sägenstahlcenter GmbH.

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