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Kapitalmarktrelevante Presseinformationen, 14.08.2014, 07:06

ThyssenKrupp auf Kurs: Operative Ziele im 3. Quartal erreicht oder leicht übertroffen Gesamtjahresprognose: Nettoergebnis jetzt ausgeglichen bis leicht positiv erwartet

Der Konzernumbau bei ThyssenKrupp trägt Früchte. Nach einem guten 3. Quartal ist der Vorstand des Essener Industriekonzerns optimistisch für das Gesamtjahr 2013/2014. Auftragseingang, Umsatz und Bereinigtes EBIT entwickelten sich sowohl kumuliert nach 9 Monaten als auch im 3. Quartal wie erwartet positiv. Der Konzern erzielte nach 9 Monaten einen Periodenüberschuss von 243 Mio € (Vorjahr -527 Mio €), zu dem das 3. Quartal mit 39 Mio € (Vorjahr -395 Mio €) beigetragen hat. Treiber für die gute Entwicklung waren wie erwartet die Effizienzgewinne, das profitable Wachstum der Industriegütergeschäfte und die signifikante Verbesserung bei Steel Americas. Auf dieser Basis hat der Vorstand die Prognose für das laufende Geschäftsjahr erneut leicht angehoben: Das Bereinigte EBIT soll sich jetzt im Gesamtjahr verdoppeln (Vorjahr 586 Mio €). Unterm Strich erwartet ThyssenKrupp erstmals seit drei Jahren wieder ein ausgeglichenes bis leicht positives Nettoergebnis.

„Wir kommen gut voran auf unserem Weg zu einem neuen, integrierten und leistungsorientierteren ThyssenKrupp. Wir steigern unser Ergebnis kontinuierlich seit sieben Quartalen aus eigener Kraft“, sagt Dr. Heinrich Hiesinger, Vorstandschef der ThyssenKrupp AG. Und weiter: „Die Richtung stimmt, unsere Strategie trägt und unsere operativen Maßnahmen zeigen deutliche Wirkung.“ Das Bereinigte EBIT aus fortgeführten Aktivitäten stieg kumuliert nach 9 Monaten auf 953 Mio € und lag damit um 120 Prozent über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 433 Mio €). Im 3. Quartal erreichte das Bereinigte EBIT 398 Mio €. Es hat sich damit gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu verdreifacht (Vorjahr 136 Mio €). Nach den ersten 9 Monaten haben fünf der sechs Business Areas ihre Margen verbessert. Dabei haben im 3. Quartal alle Business Areas inkl. Steel Americas positive Beiträge erwirtschaftet.

Der Auftragseingang der fortgeführten Aktivitäten erreichte nach 9 Monaten 31,1 Mrd € und übertraf damit trotz negativer Wechselkurseffekte den Vorjahreswert um 5 Prozent (Vorjahr 29,6 Mrd €). Auf vergleichbarer Basis, das heißt währungs- und portfoliobereinigt, legte der Auftragseingang um 6 Prozent zu. Im 3. Quartal lag der Auftragseingang mit 10,2 Mrd € um 8 Prozent über dem Vorjahresquartal (+5 Prozent auf vergleichbarer Basis).

Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten erreichte nach 9 Monaten 30,1 Mrd € (Vorjahr 28,6 Mrd €) und im 3. Quartal 10,7 Mrd € (Vorjahr 9,9 Mrd €) und lag damit in allen Business Areas über den Vorjahreswerten, lediglich bei Steel Europe war er im Berichtszeitraum auf Grund von Desinvestitionen rückläufig. Auf vergleichbarer Basis kletterte der Umsatz um 6 Prozent gegenüber den ersten 9 Monaten und um 5 Prozent gegenüber dem 3. Quartal des Vorjahres.

Die Netto-Finanzschulden des Konzerns wurden von 5 Mrd € zum Bilanzstichtag 30. September 2013 in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres auf 4,1 Mrd € reduziert, das Eigenkapital von 2,5 Mrd € auf 3,2 Mrd € gestärkt und somit das Gearing um rund 71 Prozentpunkte auf 129,9 Prozent signifikant verbessert.

Entwicklung in den Business Areas in den ersten 9 Monaten 2013/2014

Components Technology konnte die gute Geschäftsentwicklung im 3. Quartal fortsetzen und profitierte weiterhin von der starken Nachfrage im Pkw-Bereich (v.a. in China und im NAFTA-Raum) sowie der anziehenden Belebung in China bei Komponenten für Windkraftanlagen. Auftragseingang und Umsatz stiegen in den ersten 9 Monaten jeweils um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 4,6 Mrd € (Vorjahr jeweils 4,2 Mrd €). Auf vergleichbarer Basis legten die Werte um 13 bzw. 12 Prozent zu. Das Bereinigte EBIT lag mit 208 Mio € in 9 Monaten um 25 Mio € über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Vorjahr 183 Mio €). Hauptgrund für die gute Entwicklung sind höhere Umsätze sowie Effizienzsteigerungen aus den im Vorjahr eingeleiteten Performance-Programmen.

Elevator Technology entwickelte sich weiterhin positiv und konnte den Auftragseingang in den ersten 9 Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf 5,1 Mrd € steigern (Vorjahr 4,9 Mrd €). Dies wird im Wesentlichen von der erfreulichen Entwicklung im Neuinstallationsgeschäft in China, den USA und Südkorea getragen. Auf vergleichbarer Basis betrug der Anstieg sogar 7 Prozent. Analog entwickelte sich der Umsatz und verzeichnete mit 4,6 Mrd € ein Plus von 3 Prozent (Vorjahr 4,5 Mrd €), auf vergleichbarer Basis von 8 Prozent. Die positive Geschäftsentwicklung schlug sich auch in einer Verbesserung des Bereinigten EBIT nieder, das in den ersten 9 Monaten trotz negativer Wechselkurseffekte um 9 Prozent auf 531 Mio € stieg (Vorjahr 487 Mio €). Mit einem Bereinigten EBIT von 193 Mio € im 3. Quartal erzielte Elevator Technology nicht nur ein neues Rekordergebnis, sondern konnte auch zum dritten Mal in Folge die Marge gegenüber dem Vorjahresquartal auf nun 12 Prozent steigern.

Bei Industrial Solutions steigerte sich der Auftragseingang in den ersten 9 Monaten mit 4,5 Mrd € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals um 3 Prozent, auf vergleichbarer Basis sogar um 7 Prozent (Vorjahr 4,4 Mrd €). Der hohe Auftragsbestand von 14,6 Mrd € zum 30. Juni 2014 sichert langfristige Planbarkeit und Auslastung für die nächsten zwei bis drei Jahre. Beim Umsatz konnte Industrial Solutions mit 4,5 Mrd € in 9 Monaten den Vorjahreswert um 11 Prozent übertreffen (Vorjahr 4,0 Mrd €), auf vergleichbarer Basis erhöhte dieser sich sogar um 15 Prozent. Dazu beigetragen haben Umsatzrealisierungen aus einigen gewonnenen Großaufträgen, insbesondere im Bereich Process Technologies. Das Bereinigte EBIT stieg in den ersten 9 Monaten um 86 Mio € auf 562 Mio € (Vorjahr 476 Mio €). Das entspricht einer Steigerung um 18 Prozent. Grund waren die Auftragsabrechnungen bei Process Technologies und Effizienzsteigerungs-maßnahmen in allen Business Units.

Materials Services hat sich in einem schwierigen Preis- und Wettbewerbsumfeld im Berichtszeitraum mengenbedingt gut entwickelt. Die Einbeziehung der VDM- und AST-Gruppe zum 1. März 2014 beeinflusst den Umsatz und Auftragseingang mit jeweils 1 Mrd €, das Bereinigte EBIT mit -5 Mio €. Der Auftragseingang stieg in den ersten 9 Monaten um 13 Prozent auf knapp 10 Mrd € (Vorjahr 8,8 Mrd €), auf vergleichbarer Basis um 4 Prozent. Auch der Umsatz erhöhte sich um 12 Prozent auf 9,8 Mrd € (Vorjahr 8,8 Mrd €), auf vergleichbarer Basis blieb er – insbesondere ohne Berücksichtigung der VDM- und AST-Gruppe – auf Vorjahresniveau. Auf Grund intensiver Vertriebsinitiativen und Performance-Programme hielt sich das Bereinigte EBIT in den ersten 9 Monaten mit 148 Mio € auf Vorjahresniveau (Vorjahr 160 Mio €).

Steel Europe verzeichnete in den ersten 9 Monaten einen desinvestitions- und preisbedingten Rückgang des Geschäftsvolumens. Der Versand verringerte sich insgesamt um 2 Prozent, auf vergleichbarer Basis nahm er um 1 Prozent zu. Im 3. Quartal ging der Absatz im Wesentlichen auf Grund einer störungsbedingten Mindererzeugung sowie durch Einschränkungen der Produktions- und Versandlogistik durch das Sturmtief Ela um 8 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurück. Der Auftragseingang war mit 6,9 Mrd € und der Umsatz mit 6,7 Mrd € in 9 Monaten 6 bzw. 9 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum (Vorjahr jeweils 7,3 Mrd €); auf vergleichbarer Basis blieb der Auftragseingang nahezu stabil, der Umsatz reduzierte sich um 2 Prozent. Die umgesetzten Maßnahmen aus dem Programm „Best-in-Class Reloaded“ wirkten sich dabei bereits deutlich positiv auf das Ergebnis aus. Das Bereinigte EBIT verbesserte sich in den ersten 9 Monaten um 83 Mio € auf 184 Mio € gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Vorjahr 101 Mio €).

Bei Steel Americas stieg der Auftragseingang in den ersten 9 Monaten auf 1,6 Mrd € (Vorjahr 1,6 Mrd €) und der Umsatz auf 1,5 Mrd € (Vorjahr 1,5 Mrd €). Das entsprach einem Plus von 2 bzw. 4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auf vergleichbarer Basis betrug die Verbesserung beim Auftragseingang 15 Prozent und beim Umsatz 14 Prozent. Grund dafür waren sowohl positive Mengen- als auch Preiseffekte. Das Bereinigte EBIT verbesserte sich in den ersten 9 Monaten um mehr als 300 Mio € auf -27 Mio €. Wesentliche Gründe für diese deutliche Verbesserung waren unter anderem eine höhere und effizientere Auslastung, Kostensenkungen sowie positive Effekte aus Marktpreisen in den USA. Das 3. Quartal trug dazu 16 Mio € bei.

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