Skip Navigation

Unternehmensmeldungen, 28.04.2009, 12:37

Weiterentwicklung des Konzepts zur strategischen Neuordnung


Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG hatte in seiner Sitzung am 27. März der neuen Konzernstruktur und der Bildung der beiden neuen Divisions "Materials" und "Technologies" zugestimmt. Ferner hat der Aufsichtsrat den Vorstand der ThyssenKrupp AG beauftragt, auf der Grundlage der neuen Konzernstruktur unter Wahrung der Rechte der Arbeitnehmervertretungen ein Gesamtkonzept bis zur Aufsichtsratssitzung am 13. Mai 2009 zu erarbeiten und dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vorzulegen. Die neue Konzernstruktur soll zeitnah bis spätestens 1. Oktober 2009 rechtlich und organisatorisch umgesetzt werden. Erforderliche Zustimmungen des Aufsichtsrats zu Einzelmaßnahmen der Umsetzung bleiben vorbehalten.

Die gesamtwirtschaftliche Situation hat sich nunmehr weiter deutlich verschlechtert. Die führenden Wirtschaftsinstitute und die Bundesregierung prognostizieren inzwischen einen Wachstumsrückgang von bis zu sechs Prozent. Diesen dramatischen Wirtschaftseinbruch spürt auch unser Unternehmen mittlerweile in allen Bereichen. ThyssenKrupp wird am 13. Mai im Rahmen der Halbjahresberichterstattung Auskunft über die bisherige wirtschaftliche Entwicklung geben.

ThyssenKrupp hat seit November verschiedene Maßnahmen ergriffen, um der Krise mit Konsequenz und Augenmaß zu begegnen und um Liquidität und Ergebnis zu sichern. Im Fokus stehen zum einen Kostensenkungsmaßnahmen, die mit dem konzernweiten Programm ThyssenKrupp PLuS umgesetzt werden. Damit sollen Einspareffekte von deutlich über 1 Mrd € im laufenden Geschäftsjahr erzielt werden. Darüber hinaus verbessert ThyssenKrupp seine Cash-Position durch die Optimierung des Net Working Capital und durch Anpassungen im Investitionsprogramm.

Der massive wirtschaftliche Einbruch macht es notwendig, das in der Aufsichtsratssitzung am 27. März in seinen Grundzügen dargelegte Konzept zur strategischen Neuordnung mit Kosteneinsparungen von bis zu 500 Mio € weiterzuentwickeln. Vorstandsvorsitzender Ekkehard Schulz: „Wir sind der festen Überzeugung, dass wir die gegenwärtige Krise als Chance nutzen müssen, um ThyssenKrupp für die Zukunft strategisch gut aufzustellen. Wir müssen schlanker, besser und schneller werden, um marktnäher agieren und operative sowie strategische Maßnahmen unmittelbarer umsetzen zu können.“

Der Vorstand der ThyssenKrupp AG hat vor diesem Hintergrund eine Weiterentwicklung des vorliegenden Modells beschlossen: ThyssenKrupp soll künftig von einer starken Zentrale effizient geführt und gesteuert werden. Die acht neuen Business Areas Steel Europe, Steel Americas, Stainless Global, Materials Services sowie Elevator Technology, Plant Technology, Components Business und Marine Systems sollen zukünftig direkt an die ThyssenKrupp AG angebunden werden. Die Divisions als Zwischenholdings entfallen damit. Diese neue Struktur wird eine größere Nähe des Konzernvorstands zum operativen Geschäft sichern. Sie schafft intern und extern mehr Transparenz und ermöglicht schnellere und bessere Entscheidungen. Die bisherigen Segmentführungsgesellschaften gehen in der neuen Struktur auf. Verwaltungsaufwand und -kapazitäten werden durch diese Bündelung deutlich reduziert. „Materials“ und „Technologies“ beschreiben die strategische Ausrichtung der Business Areas und markieren die Kompetenzfelder des ThyssenKrupp Konzerns.

Die detaillierte Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts zur strategischen Neuordnung wird dem Aufsichtsrat am 13. Mai zur Diskussion und Beschlussfassung vorgelegt. Auch die in der Aufsichtsratssitzung vom 27. März angesprochenen Fragen zu den Mitbestimmungsstrukturen werden in dem Konzept aufgegriffen und sind Gegenstand der derzeit stattfindenden Gespräche mit den Mitbestimmungsgremien.

nach oben