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Produkte und Lösungen, 14.06.2007, 11:01

Stainless-Gruppe bietet innovative Werkstoff-Konzepte für Meerwasserentsalzungsanlagen – Fachseminar in Krefeld

Der Wert von Trinkwasser ist schon heute in großen Teilen der Erde unschätzbar hoch. Experten gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren der Bedarf am so genannten „Blauen Gold“ durch wachsende Weltbevölkerung und zunehmenden Verbrauch mit den natürlichen Süßwasser-Ressourcen kaum noch zu decken ist. Eine Lösung gegen die Wasserknappheit bieten Meerwasserentsalzungsanlagen. In ihnen wird dem stark salzhaltigen Wasser aus Ozeanen und Meeren durch Kondensationsverfahren Salz entzogen und das entsalzte Wasser mit Kalium angereichert. Das Endprodukt: kostbares Trinkwasser, von dem ein Europäer jeden Tag durchschnittlich 150 Liter verbraucht. Mit diesem Zukunftsthema beschäftigt sich auch das Fachseminar „Materials and Corrosion in Desalination Plants“ am 14. und 15. Juni in Krefeld, das vom Verband Deutsche Meerwasserentsalzung (DME) mit Sitz in Duisburg zusammen mit ThyssenKrupp Nirosta veranstaltet wird.

Verschiedene Unternehmen der ThyssenKrupp Stainless AG liefern weltweit Lösungen für Anlagen zur Meerwasserentsalzung. ThyssenKrupp Nirosta, ThyssenKrupp VDM und ThyssenKrupp Titanium sind auf Grund ihrer hochwertigen Werkstoffe gefragte Zulieferer für die Hersteller. Die hoch korrosionsbeständigen, widerstandsfähigen und langlebigen Bleche und Rohre aus Edelstahl, Nickellegierungen oder Titan sind ideal geeignet für den Einsatz beim Entsalzungsprozess. Auf Grund ihrer Materialeigenschaften halten sie den extremen und aggressiven Bedingungen stand, die durch das Salzwasser in Verbindung mit erhöhten Temperaturen verursacht werden. „Die Versorgung mit Trinkwasser ist überlebenswichtig und wird die Bevölkerung künftig vor noch größere Probleme stellen, als beispielsweise der wachsende Energiebedarf. Für unsere Werkstoffe bietet dieser Zukunftsmarkt natürlich zusätzliche Chancen“, so Dr. Alfred Otto, Vorstandsmitglied der ThyssenKrupp Nirosta.

Etwa 14.000 dieser Anlagen, so schätzt DME, existieren schon jetzt in nahezu allen Teilen der Welt, insbesondere am Arabischen Golf. Hier entstehen durch modernste Technologien an die 40 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Tag. Und der Bedarf an Trinkwasser insbesondere im Mittleren Osten und wüstennahen Gebieten nimmt weiter zu. Nicht zuletzt aus Gründen der Trinkwasserversorgung sehen die Experten in der Meerwasserentsalzung die Technik der Zukunft. „Wir gehen von mehr als 100 Milliarden Euro aus, die in diesem Bereich in den nächsten 20 bis 25 Jahren investiert werden“, so DME-Vorsitzender Claus Mertes. Die Zahl der Anlagen steige exponentiell und nicht linear an, was das extrem hohe Wachstum in diesem Markt unterstreicht. Das größte Potenzial sieht DME in der Weiterentwicklung der Werkstoffe, die u. a. von der Stainless-Gruppe hergestellt und beim Bau der Meerwasserentsalzungsanlagen verwendet werden. Durch eine stetige Verbesserung der Materialeigenschaften seitens der Hersteller sei es zukünftig möglich, die Technik der Meerwasserentsalzung zu verbessern und der erwarteten Wasserknappheit weltweit entgegenzuwirken.

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