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Unternehmensmeldungen, 10.12.2010, 13:00

ThyssenKrupp Stainless USA beginnt mit Bau des Elektrostahlwerks in Alabama

Mit dem Bau eines weiteren zentralen Aggregats bei ThyssenKrupp Stainless USA wird jetzt begonnen. „Unsere Planungen haben immer vorgesehen, dass an diesem Standort auch eine eigene Schmelzbasis für die Erzeugung von Edelstahl-Brammen entsteht. Zu dieser Zusage steht ThyssenKrupp als verlässlicher Partner“, sagte der Vorstandsvorsitzende der ThyssenKrupp AG, Dr. Ekkehard Schulz anlässlich der offiziellen Eröffnung des neuen Verarbeitungs-Werkes im Südosten der USA. „Da wir weiterhin von einem Bedarf für einen optimierten und voll integrierten Edelstahl-Produktionsstandort auf dem nordamerikanischen Markt ausgehen, haben wir am Umfang des Gesamtprojekts festgehalten.“ Das Engineering für die sogenannte Flüssigphase in Calvert sowie vorbereitende Arbeiten waren in den vergangenen Monaten ohnehin fortgesetzt worden. Die Inbetriebnahme des Stahlwerks ist für Dezember 2012 vorgesehen.

Das komplette Stahlwerk, mit dessen Bau jetzt begonnen wird, besteht aus 160 Tonnen Elektro-Lichtbogenofen, 180 Tonnen AOD-Konverter (Argon Oxygen Decarburization) und einer 72 Zoll (1.900 Millimeter) Stranggießanlage. Die Kapazität des Stahlwerks wird 900.000 bis zu 1 Million Jahrestonnen betragen. Die dort gefertigten Edelstahl-Brammen werden auf der Warmbreitbandstraße der Schwestergesellschaft ThyssenKrupp Steel USA zu Warmband ausgewalzt. Von diesem Warmband gehen rund 290.000 Tonnen pro Jahr zur Vormaterialversorgung an die ThyssenKrupp Mexinox in San Luis Potosí (Mexiko). Weitere rund 525.000 Tonnen jährlich werden im Kaltwalzwerk zu 175.000 Tonnen Warmband weiß (bis 10 Millimeter Dicke) sowie zu 350.000 Tonnen Rostfrei Kaltband (0,5 - 5 Millimeter Dicke) umgewandelt. Bis zum Produktionsstart des Stahlwerks erfolgt die Belieferung der ThyssenKrupp Stainless USA aus den europäischen Werken der Gruppe. „Wenn auch unser Stahlwerk in Betrieb gegangen ist, haben wir hier in Calvert eine hochmoderne und voll integrierte Produktionsstätte für Edelstahl-Flacherzeugnisse. Wir werden dann unsere Produktpalette in den Breiten 72 Zoll auch bei Sondergüten erweitern“, betont Dr. Ulrich Albrecht-Früh, CEO von ThyssenKrupp Stainless USA.

Seit 2007 hat ThyssenKrupp Stainless USA in Zusammenarbeit mit ThyssenKrupp Steel USA an der Errichtung des neuen Standorts für die Herstellung von Stahl- und Edelstahl-Flachprodukten in Alabama gearbeitet. Das Investitionsvolumen für das integrierte Rostfrei-Werk in Calvert beträgt insgesamt rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Ende September war die Produktion im Edeltstahl-Bereich mit einem Kaltwalzgerüst sowie weiterer Aggregate angelaufen. Im Januar 2010 ist mit den Fundamentarbeiten für die Warmband Glüh- und Beizlinie begonnen worden. Der Start ist für Herbst 2011 vorgesehen. Für den gleichen Zeitraum ist die Inbetriebnahme eines weiteren Kaltwalzgerüsts geplant.

Auf dem NAFTA-Markt ist ThyssenKrupp schon jetzt mit nichtrostenden Edelstahl-Flachprodukten ausgezeichnet positioniert. In den USA liegt der Marktanteil bei etwa 12 Prozent, in Kanada bei gut 15 Prozent und in Mexiko ist das Unternehmen mit mehr als 70 Prozent Marktführer. Die Lieferungen sind bislang im Wesentlichen vom Werk der ThyssenKrupp Mexinox sowie von den europäischen Standorten der Stainless-Gruppe übernommen worden. Die Vermarktung erfolgt über eine effiziente Vertriebsgesellschaft in Chicago, die jetzt auch die von der ThyssenKrupp Stainless USA in Calvert hergestellten Produkte den Kunden anbietet.

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