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Unternehmensmeldungen, 04.01.2001, 01:00

Degussa-Hüls und Krupp Uhde kooperieren auf dem Gebiet Propylenoxid

Die Degussa-Hüls AG, Frankfurt am Main, und die Krupp Uhde GmbH, Dortmund, haben eine exklusive Kooperation für die Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Herstellung von Propylenoxid beschlossen. Propylenoxid (PO) ist eine Basischemikalie mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten, die vor allem für die Herstellung von Polyurethan- und Polyesterharz-Vorprodukten verwendet wird. Polyurethane werden beispielsweise zu Polstern für Autositze oder Möbel weiterverarbeitet.

Bei dem neuen Verfahren wird Propylenoxid durch katalytische Oxidation von Propylen mit Wasserstoffperoxid gewonnen. Degussa-Hüls hat als weltweit zweitgrößter Hersteller von Wasserstoffperoxid und als forschungs- und technologieorientiertes Unternehmen das Verfahren erforscht, einen auf das Verfahren optimierten Katalysator entwickelt und die wichtigsten Parameter für den Prozess bestimmt. Durch das Bündeln dieses Know-hows mit dem Know-how von Krupp Uhde im Bereich Ingenieurtechnik und Anlagenbau soll das Verfahren in den großtechnischen Maßstab überführt und anschließend zur Lizenzierung angeboten werden.

Krupp Uhde als technologieorientiertes Engineering-Unternehmen plant für die Zukunft gezielt die Weiterentwicklung und Vergrößerung seiner Verfahrenspalette. Dabei kommt Propylen und seinen Folgeprodukten besondere Bedeutung zu. Degussa-Hüls will mit der innovativen Technologie neue Absatzchancen für Wasserstoffperoxid erschließen.

Gegenwärtig wird Propylenoxid im wesentlichen nach dem Chlorhydrinverfahren und dem Propylenoxid-Styrolmonomer-(POSM-)Verfahren hergestellt. Beim Chlorhydrinverfahren entsteht eine chloridhaltige Ablauge, das POSM-Verfahren generiert sehr große Mengen an Styrol-Monomer (SM) als Koppelprodukt. Das Degussa-Hüls/Krupp Uhde-Verfahren wird neben günstigeren Kosten auch den Vorteil bieten, dass kein Koppelprodukt im Produktionsprozess entsteht.

Krupp Uhde ist ein Unternehmen der ThyssenKrupp Engineering mit weltweit 3.500 Mitarbeitern. Schwerpunkte der Unternehmensaktivitäten sind die Planung und der Bau von Chemie- und Industrieanlagen in den Bereichen Düngemittel, Organische Chemie und Kunststoffe, Elektrolysen, Öl und Gas sowie Pharma.

Anfang 2001 soll aus der Verschmelzung der Degussa-Hüls AG und der SKW Trostberg AG zur neuen Degussa AG das weltweit größte Spezialchemieunternehmen entstehen. Es wird weltweit 63.000 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz von mehr als 16 Milliarden Euro mit einem Auslandsanteil von mehr als 70 Prozent haben. Rund 430.000 Tonnen Wasserstoffperoxid kann Degussa-Hüls jährlich herstellen. Das Unternehmen betreibt Produktionsstätten für Wasserstoffperoxid in Deutschland, Belgien, Österreich, USA, Kanada, Brasilien, Neuseeland und Südafrika.

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