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Produkte und Lösungen, 16.01.2004, 01:00

Neu: Brandwände aus Stahl-Sandwichpaneelen

Das Sandwichelement isorock® der ThyssenKrupp Hoesch Bausysteme GmbH ist seit November 2003 als nicht brennbarer Baustoff der Gruppe A2 klassifiziert. Damit lässt sich isorock® jetzt auch für Trennwände einsetzen, die nach der Industriebaurichtlinie, Absatz 5.8.4, als Brandwände ausgeführt werden müssen. Bislang werden diese Wände aus Beton gebaut. ThyssenKrupp Hoesch Bausysteme ist der erste deutsche Anbieter, der hierfür eine wirtschaftliche Alternative aus Stahlelementen anbieten kann. Die genaue Klassifizierung für isorock® in der Zulassung Z-10.4-235, Abs.1.2 und 3.3 lautet: A2-s1,d0 gemäß DIN 13501-1.

Brandwände sollen die Verbreitung von Feuer und Rauch auf weitere Gebäudeabschnitte oder auf andere Gebäude verhindern und dürfen auch bei einem längeren Brand ihre Standsicherheit nicht verlieren. Nach der Industriebaurichtlinie sind hierfür auch Doppelwände der Feuerwiderstandsklasse F 90 aus nicht brennbaren Materialien zulässig. Die wandunterstützenden Teile müssen in der gleichen Feuerwiderstandsklasse ausgeführt sein. Dass die isorock®-Wandelemente die F 90 Anforderungen erfüllen, hat die Bauaufsicht dem in Kreuztal ansässigen Unternehmen bereits in der Vergangenheit bescheinigt. Mit der jetzt vorliegenden Klassifizierung qualifiziert sich isorock® endgültig für Trennwände mit höchsten Brandschutzanforderungen.

Isorock®-Sandwichpaneele bestehen aus stählernen Deckschalen, die schubfest mit einem Kern aus Steinwolle verbunden sind. Die Deckschalen sind mit einer Legierung aus 95 Prozent Zink und fünf Prozent Aluminium feuerbeschichtet. Für die attraktive Optik und zusätzlichen Korrosionsschutz sorgt eine Einbrennlackierung, deren Farbe der Kunde aus einer umfangreichen Palette auswählen kann. Die Paneele gibt es in Dicken von 60 bis 160 Millimetern, die Standard-Baubreite beträgt 1.000 Millimeter und die maximale Lieferlänge liegt bei 16 Metern. Die Anforderungen der Feuerwiderstandsklasse F 90 werden von den Elementen mit Dicken ab 100 Millimetern mit dem Dämmstofftyp D2 erfüllt. Die isorock®-Elemente in Dicken ab 120 Millimeter mit diesem Dämmstofftyp erfüllen sogar die Anforderungen des Feuerwiderstandsklasse F 120.

Wer isorock® als Brandschutzwand einsetzt, spart Zeit und Kosten. Mit den Sandwichpaneelen lässt sich eine Brandwand bis zu 40 Prozent schneller errichten als vergleichbare Lösungen aus Beton. Häufig kann man auch auf schwere Montagekrane verzichten, wie sie beim Arbeiten mit Betonfertigteilen nötig sind. Hinzu kommt: Die isorock®-Wand ist leichter, sie lässt sich auch nachträglich ohne große Störungen des Betriebsablaufs einbauen und ist bei Bedarf wieder demontierbar.

Weitere Vorteile verbergen sich hinter dem Namensbestandteil "iso", der für die gute Wärmeisolierung der Paneele steht. So beträgt der Wärmedurchgangskoeffizient einer 100 Millimeter starken isorock®-Wand nur 0,42. Um diese Isolierung mit Beton zu erzielen, müsste man die Wand 760 Millimeter dick bauen. Eine Ziegelwand mit vergleichbarer Wärmedämmung müsste sogar 1,70 Meter dick sein. Dass die isorock®-Oberflächen glatt und leicht zu reinigen sind, ist ein weiterer Nutzen, den das Paneel den Kunden der ThyssenKrupp Hoesch Bausysteme GmbH bietet.

Isorock® ist seit 1997 als Wandpaneel mit Brandschutzeigenschaften am Markt. Zunächst in einer Größenordnung von etwa 40.000 Quadratmeter im Jahr gefertigt, beträgt die jährliche Produktion zurzeit rund 400.000 Quadratmeter. Innerhalb von sechs Jahren hat isorock® etwa 40 Prozent Marktanteil in Deutschland erobert. Mit seiner neuen Klassifizierung als nicht brennbares Material dürfte isorock® diese Position weiter ausbauen.

Kontakt:
Dietmar Stamm
Tel.: +49 203 / 52 - 2 62 67
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: dietmar.stamm@tks.thyssenkrupp.com

Bernd Overmaat
Tel.: +49 203 / 52 - 4 51 85
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: bernd.overmaat@tks.thyssenkrupp.com

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