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Produkte und Lösungen, 07.11.2006, 17:11

Kostensenkende Optimierungsstrategie

Seit diesem Jahr betreut ThyssenKrupp Xervon verantwortlich die komplette Magazinverwaltung aller Ersatzteillager der Bayernoil Raffineriegesellschaft. Insgesamt fünf Anbieter hatten für das bayerische Raffinerieunternehmen ein Dienstleistungskonzept in Sachen Materialwirtschaft und Magazinbetrieb entwickelt. Xervon bekam den Zuschlag.

Bayernoil betreibt entlang der Donau drei Raffinerien in Ingolstadt, Vohburg und Neustadt, die pro Jahr knapp 12 Millionen Tonnen Rohöl verarbeiten. Jeder Standort besitzt ein eigenes Materiallager mit Verbrauchsmaterialien und Reserveteilen. Insgesamt lagern hier etwa 42.000 Teile, die Xervon zunächst standardisieren und mittelfristig reduzieren will.

Die von Xervon ausgearbeitete Optimierungsstrategie überzeugte Bayernoil, weil sie verspricht, die Effizienz der Ersatzteilhaltung und des Materialmanagements deutlich zu erhöhen. Mit den kurz- und mittelfristig greifenden Maßnahmen sollen die Prozesskosten, das Umlaufvermögen und die Bestände reduziert werden. Gleichzeitig gilt es, die Umschlaghäufigkeit zu erhöhen und die Ablaufprozesse zu optimieren. Wichtige Hilfe dabei: seit gut vier Jahrzehnten arbeitet ThyssenKrupp Xervon als Industriedienstleister in den Bereichen Instandhaltung und Projektabwicklung für die Bayernoil-Standorte und kennt daher die Abläufe sehr genau.

Wesentlicher Grundpfeiler der jetzt angestrebten Lager-Optimierung ist eine Bestandsreduzierung. Bayernoil entstand in den frühen siebziger Jahren aus drei unabhängigen Raffinerien, die erst in den achtziger und neunziger Jahren zu einer Gesellschaft verschmolzen sind. Historisch bedingt gab es daher bis dato in allen drei Raffinerien unterschiedliche Spezifikationen, Normen und differierende Standards. Deren Vereinheitlichung birgt erhebliches Einsparpotenzial.

20 Prozent weniger Bestand

Bereits seit Anfang Juni befasst sich ein Team aus Technikern und Logistikern mit der Standardisierung der Magazinteile. Sie sichten und schlagen vor, was standardisiert, verschrottet oder umgelagert werden soll. Für den Standardisierungsprozess sind insgesamt zwei Jahre veranschlagt. Danach soll der Bestand bzw. der Bestandswert um rund 20 Prozent reduziert sein.

Ein weiterer Kosten senkender Ansatz ist die Nutzung intelligenter Lieferantenkonzepte. Beispielsweise Just-In-Time-Lieferungen, E-Procurement und Bedarfsbündelung. Entsprechende Maßnahmen sollen sich an die Standardisierung anschließen und helfen, die Bestände weiter zu reduzieren.

Langfristig sieht das für die Bayernoil-Standorte ausgearbeitete Konzept außerdem vor, Teile, die sich schnell bewegen, dezentral zu lagern. Teile, die sich langsam bewegen, sollen zentral gelagert werden - bis hin zum Aufbau eines Zentrallagers. Eine wichtige Referenz sind die bereits erfolgreich durchgeführten Verbesserungsmaßnahmen im Ersatzteillager Münchsmünster. Der Industriepark Münchsmünster liegt geographisch gesehen genau inmitten der Raffinerien von Bayernoil. Hier betreibt ThyssenKrupp Xervon seit Übernahme des Standorts Münchsmünster ein Materiallager für den Industriepark und führt sämtliche Dienstleistungen im Instandhaltungsbereich aus.

Seit fast 40 Jahren arbeitet ThyssenKrupp Xervon als Industriedienstleister für die drei Bayernoil-Standorte. Das Spektrum der ausgeführten Dienstleistungen ist breit: Instandhaltungs- und Projektarbeiten in den Bereichen Anlagen-, Maschinen- und Schweißtechnik, Elektro-, Mess- und Regeltechnik (EMSR). Auch diverse Serviceleistungen und Korrosionsschutz gehören zum Auftragsumfang. Außerdem erbringt Xervon in der Instandhaltung und für Projekte Planungsleistungen für die Bereiche Tanklager, Stillstände, Piping und EMSR.

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