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Unternehmensmeldungen, 16.02.2012, 12:30

ThyssenKrupp VDM investiert in den Standort Siegen: Auftragsvergabe für Modernisierung des Quartogerüstes im Warmwalzwerk

In größerem Umfang investiert ThyssenKrupp VDM in die Modernisierung ihres Standorts Siegen. Der Hersteller von Hochleistungswerkstoffen hat jetzt den Auftrag für die Modernisierung des Quartogerüstes vergeben, das ursprünglich aus dem Jahr 1954 stammt. „Damit wird ein Kernaggregat im Siegener Werk auf den neuesten Stand der Technik gebracht und so die Zukunft des Standorts gesichert“, betont Hanno Gerich, Werksleiter für die Standorte Altena und Siegen der ThyssenKrupp VDM. Das neue Warmwalzgerüst soll Mitte 2013 in Betrieb gehen. Die Maßnahme in Siegen (etwa 70 Mitarbeiter) ist mit Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro verbunden.

Das Quartogerüst dient der Fertigung von Blechen aus Nickel- und Titan-Legierungen. Diese werden für die Herstellung von Pipelines in der Öl- und Gas-Industrie oder Behältern und Rohren in chemischen Anlagen benötigt, kommen aber auch beispielsweise in Meerwasserentsalzungsanlagen, Kraftwerken, Turbinen und Brennstoffzellen zum Einsatz. Für ThyssenKrupp VDM ist die Erzeugung von Grobblechen ein wichtiger Produktbereich, zumal das Unternehmen bei bestimmten Abmessungen der Bleche ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Weltmarkt hat. Die neue Anlage ist auf eine Summenwalzkraft von 6.000 Tonnen ausgelegt, so dass das Dicken-Spektrum nach oben hin erweitert wird. Darüber hinaus ist künftig der Einsatz größerer Brammen mit einem höheren Stückgewicht möglich. Weitere Verbesserungen betreffen die Messtechnik und Automation des Vier-Walzen-Gerüsts. „Dadurch eröffnen sich uns ganz neue Möglichkeiten, die uns zusätzliche Vorteile im Wettbewerb geben“, so Gerich.

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