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Kapitalmarktrelevante Presseinformationen, Unternehmensmeldungen, 27.10.2010, 15:36

Verträge zur Zukunftssicherung von Hellenic Shipyards in Kraft getreten

Die Verträge zur Umsetzung des Framework Agreements, die am 30. September von der griechischen Regierung, ThyssenKrupp und der Abu Dhabi MAR Gruppe unterzeichnet worden waren, sind am 27. Oktober 2010 wirksam geworden.

Die Verträge bilden die Grundlage für die Übertragung von 75,1% der Anteile an der griechischen Werft an die Abu Dhabi MAR Gruppe, die Abnahme der bislang gebauten U-Boote sowie die Bestellung von zwei weiteren U-Booten der Klasse 214 im Rahmen des bestehenden Neptune II-Programms (anstelle der Modernisierung zweier U-Boote der Klasse 209).

Damit ist auch die seit 2006 andauernde Auseinandersetzung mit der griechischen Regierung um die Abnahme des U-Bootes HS PAPANIKOLIS der Klasse 214 beendet. Die griechische Regierung hat das U-Boot übernommen, das alle geforderten Leistungsnachweise uneingeschränkt erbringt und teilweise deutlich übererfüllt. Dies hatte das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung bereits im Oktober 2008 bestätigt.

<u>Chronologie</u>

2000 und 2002: In den Jahren 2000 und 2002 erhalten die Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW) und Hellenic Shipyards S.A. (HSY), Athen, von der griechischen Regierung die Aufträge über die U-Boot-Bauprogramme ARCHIMEDES und NEPTUNE II.

2005: ThyssenKrupp erwirbt HDW mit der Tochtergesellschaft HSY.
Seit 2005 werden von der griechischen Regierung keine vertraglich fälligen Ratenzahlungen auf die beiden U-Bootprogramme mehr geleistet.

2006: 2006 bieten HDW und HSY dem griechischen Kunden das erste U-Boot der Klasse 214, die PAPANIKOLIS, zur Abnahme an. Der Kunde weigert sich, das Boot abzunehmen, obwohl es sämtliche geforderten Leistungsnachweise uneingeschränkt erbringt und diese teilweise sogar deutlich übererfüllt. Dies hat das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) im Oktober 2008 bestätigt.

2006 bis 2009: ThyssenKrupp führt zahlreiche Gespräche mit der griechischen Regierung, die zu keiner Lösung führen.

21. September 2009: HDW und HSY kündigen die Verträge über die Bauprogramme ARCHIMEDES und NEPTUNE II. Grund ist der Vertragsbruch aufgrund ausstehender Zahlungen in Höhe von 524 Mio. Euro.

2009: Seit Dezember 2009 finden Gespräche mit Vertretern der griechischen Regierung auf der einen und Abu Dhabi MAR und ThyssenKrupp Marine Systems auf der anderen Seite über eine Gesamtlösung für Hellenic Shipyards statt.

18. März 2010: Die drei Parteien unterschreiben eine Grundsatzvereinbarung (Framework-Agreement).

März 2010: Verhandlungen über die vertragliche Umsetzung des Framework-Agreements beginnen.

30. September 2010: Umsetzungsverträge werden unterschrieben.

27. Oktober 2010: Umsetzungsverträge treten in Kraft (Closing)

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