Skip Navigation

Kapitalmarktrelevante Presseinformationen, 12.05.2006, 12:46

Grünes Licht für Stahlwerk Brasilien

Die Aufsichtsräte der ThyssenKrupp AG haben heute dem Vorhaben zugestimmt, ein Stahlwerk in Brasilien am Standort Sepetiba im Staat Rio de Janeiro zu bauen. Das Werk, das von der CSA Companhia Siderùrgica do Atlantico betrieben wird, soll Anfang 2009 die Produktion aufnehmen. "Wir freuen uns, dass wir grünes Licht für dieses Kernelement unserer integrierten Wachstumsstrategie im Segment Steel erhalten haben. Durch die Brammenlieferungen aus Brasilien mit bester Kostenposition und höchsten Qualitätsstandards können wir Wachstumschancen in unserem Kernmarkt Europa und in der NAFTA nutzen", betont Dr. Ekkehard Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG. "Unser Ziel ist die globale Positionierung im Markt für hochwertigen Qualitätsflachstahl."

Dem Aufsichtsrat wurden außerdem die Handlungsoptionen für die NAFTA-Strategie präsentiert. Auf diesem hochwertigen Volumenmarkt in Nordamerika will ThyssenKrupp Steel einen Marktanteil von mindestens 5 % erreichen. Parallel zu einer möglichen Übernahme von Dofasco, wodurch dieses Ziel kurzfristig erreicht werden könnte, werden Alternativen intensiv geprüft. Für die Variante "Neubau Greenfield" mit Walz- und Veredelungskapazitäten von 4,5 Mio t Endprodukte wird eine Machbarkeitsstudie erstellt. Die bisherigen Überlegungen lassen eine Investitionssumme von 1,8 Mrd EUR erwarten. Die Ergebnisse sollen dem Aufsichtsrat bei seiner Sitzung im August vorgestellt werden.

Weil der globale Stahlbedarf weiterhin stark wächst und der Eigenbedarf für die Wachstumsstrategie gestiegen ist, wird die Kapazität des Stahlwerks in Brasilien von bisher geplanten 4,4 Mio t auf 5,0 Mio t erhöht. Dies sichert mit Brammenlieferungen von 2 Mio t auch die Vollauslastung der deutschen Verarbeitungsbetriebe, deren Engpässe beseitigt werden. Die Ausbauinvestitionen haben bereits begonnen. Der überwiegende Teil der Produktion in Brasilien ist für die Umsetzung der NAFTA-Strategie vorgesehen.

Das Investitionsbudget von 2,4 Mrd US-$ für das modifizierte Konzept des neuen Stahlwerks in Brasilien wurde vom Aufsichtsrat freigegeben.

Wie geplant, wird sich der weltgrößte Eisenerzlieferant CVRD mit 10 % an der CSA Companhia Siderùrgica do Atlantico beteiligen.

nach oben