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Produkte und Lösungen, 27.07.2011, 16:00

Optimierter Werkstoff von ThyssenKrupp VDM trotzt mit außergewöhnlicher Korrosionsbeständigkeit hoch aggressiven Säuren

Der ThyssenKrupp VDM ist es in ihren Forschungslaboren gelungen, den bewährten Werkstoff Alloy 31 weiterzuentwickeln und seine Eigenschaften noch einmal zu verbessern. Der neue Nicrofer 3426 hMo nimmt eine Position zwischen den hochlegierten Nickelwerkstoffen und Edelstählen ein und ist ein Superaustenit.. Superaustenit ist eine Gefügebezeichnung für einen austenitischen, d.h. nickelhaltigen Werkstoff mit besonders hohen Legierungsanteilen an Chrom und Molybdän und einer dadurch verbesserten Korrosionsbeständigkeit. Die Werkstoffentwicklung wurde mit modernen Computer-Simulationsprogrammen unterstützt, um eine optimale Analyse des gesamten Legierungssystems zu erreichen. Die ersten großtechnischen Schmelzen sind erfolgt und bestätigen die Marktreife des neuen Hochleistungs-Werkstoffs.

Korrosive Medien wie Meerwasser, Säuren, Laugen und Salzlösungen sorgen für eine raue und aggressive Umgebung, bei der die eingesetzten Materialien ein überdurchschnittliches Durchhaltevermögen brauchen. Der neue Werkstoff zeichnet sich dabei nicht nur durch seine außergewöhnliche Korrosionsbeständigkeit sondern auch durch seine hervorragenden Verarbeitungsmöglichkeiten und -eigenschaften aus. Der hohe Chromgehalt von 26 bis 28 Prozent garantiert die Beständigkeit in oxidierenden Medien, d. h. er verhindert die Verbindung des Metalls mit dem Sauerstoff. Dennoch verfügt der Werkstoff über ein stabiles austenitisches Gefüge und die Legierungselemente Nickel und Stickstoff tragen zu einer leichteren Verarbeitbarkeit beim Anwender durch niedrige Lösungsglühtemperaturen bei. Desweiteren verbessert ein niedriger Gehalt an Kohlenstoff entscheidend die Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion, auch „Korn-Zerfall“ genannt, wobei sich die Gefügebestandteile aus dem metallischen Verband entlang der Korngrenzen lösen.

Damit wird Nicrofer 3426 hMo zum Alleskönner in schwierigem Einsatzgebiet. Er ist ein wichtiger Bestandteil von Anlagen für die chemische Prozessindustrie, im Besonderen aber für die Herstellung und Aufbereitung von Schwefel- und Phosphorsäure. Die Einsatzgebiete der Phosphorsäure sind vielfältig, wie z.B. deren Verwendung als Ausgangsstoff zur Herstellung phosphathaltiger Dünger oder von Waschmitteln. Phosphorsäure ist unter Einhaltung bestimmter Höchstmengen ebenfalls als Säureregulator für einige Getränke oder Lebensmittel zugelassen. Eines der wichtigsten Anwendungsgebiete liegt in der Verwendung als Ausgangsstoff zur Herstellung phosphathaltiger Dünger und damit der Basis heutiger Agrarproduktion.

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