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Unternehmensmeldungen, 05.07.2011, 13:00

Landmarke am Kaspischen Meer

„Das Wichtigste ist die Bewegung, der Fluss der Dinge, eine nicht-euklidische Geometrie …“ Die irakisch-britische Stararchitektin Zaha Hadid, das zeigt auch dieses Zitat aus dem Katalog zu einer Werkschau im Wiener Museum für angewandte Kunst, bevorzugt fließende Formen. Ein beeindruckendes Beispiel dafür entsteht derzeit in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan: Das Heydar Aliev Kongresszentrum, geplant von Zaha Hadid Architects, mit einer Hülle aus mehr als 30.000 Quadratmetern Bauelementen von ThyssenKrupp Steel Europe.

Die Hauptstadt der erdöl- und erdgasreichen Republik leistet sich mit dem Kongresszentrum ein Bauwerk mit 57.519 Quadratmetern Fläche, das einen Konferenzbereich mit drei Auditorien, ein Museum und eine Bibliothek beherbergt. Benannt nach dem Vorgänger und Vater des heutigen Präsidenten von Aserbaidschan und nahe der Stadtmitte gelegen, soll das Gebäude künftig eine zentrale Rolle im Kultur- und Geistesleben der Stadt am Kaspischen Meer spielen.

Bewegung und Fluss vermittelt die Formensprache des Bauwerks. In der gesamten Gebäudehülle sind keine rechten Winkel oder geraden Linien erkennbar. Stattdessen dominieren sanfte Schwünge und spannungsreiche Kurven. Die Form, so Zaha Hadid auf ihrer website, soll die Topographie der Landschaft aufnehmen und die unterschiedlichen Bereiche des Gebäudes einhüllen. Gegliedert sei die Hülle in Gestalt von Faltungen einer einzigen, durchgängigen Oberfläche, erklärt die Trägerin des weltweit renommiertesten Architekturpreises Pritzker Architecture Prize.

Dass man für ein solches Landmark-Building auf Stahl gesetzt hat, unterstreicht erneut das architektonische Potenzial des Werkstoffs. Dass dafür schließlich Stahl-Bauelemente von ThyssenKrupp Steel Europe ausgewählt wurden, zeigt: Für Qualität ist kein Weg zu weit. Immerhin liegen mehr als 5.500 Kilometer Landweg zwischen dem Siegerland, wo Deutschlands größter Stahlhersteller seine Bauelemente fertigt, und der Kaukasus-Metropole. Per Lkw brachte man die zwölf Meter langen und 1,5 Millimeter dicken Profiltafeln zunächst nach Istanbul. Dort wurde das Material vom türkischen Distributionspartner EMI INSAAT Ltd., der bei dem Projekt für die Logistik verantwortlich zeichnete, umgeladen und, wieder per Lkw, nach Baku transportiert.

Auf der Baustelle schließlich galt es, die Elemente in drei Meter lange Stücke zu schneiden und auf eine fachwerkartige, stählerne Tragkonstruktion zu montieren. Die von ThyssenKrupp Steel Europe gelieferten Trapezprofile haben eine Profiltiefe von 100 Millimetern. Beschichtet sind die verzinkten Stahlbleche mit einem Polyester-Überzug in dem grau-weißen Farbton RAL 9002. Als hochwertige Trapezprofile zeichnen sich die Elemente durch gleichmäßige Beschichtungsdicke und -härte sowie durch lange Lebensdauer und ein hohes Maß an Witterungsbeständigkeit aus.

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