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Produkte und Lösungen, 15.04.2002, 02:00

Stahlleichtbauräder für den neuen Ford Mondeo

Leichter als Aluminium

Neue Stahlsorten machen es möglich: Der Werkstoff Stahl spielt im Autobau, wenn es um die Reduzierung des Gesamtgewichts geht, speziell bei den Rädern neuerdings eine wichtige Rolle. Auf Basis neuer höherfester Stähle von ThyssenKrupp Stahl die erst seit wenigen Jahren auf dem Markt sind, haben die Räderhersteller Stahlleichtbauräder entwickelt, die rd. 20% leichter sind als die klassischen Stahlräder.

Zwar machen die Räder eines Autos nur etwa drei Prozent der Leermasse aus. Das scheint auf den ersten Blick eher unbedeutend. Dennoch beeinflusst ihr Gewicht Fahrverhalten, Komfort und Verbrauch in entscheidendem Maße, da es sich um rotatorisch und translatorisch beschleunigte Massen handelt. Jedes Kilogramm Gewichtseinsparung zählt hier im Vergleich zu linear beschleunigten Massen an der Karosserie dreifach - einer der Gründe, warum das Autorad schon immer ein Lieblingskind der Forscher war und ist.

Ein schönes Beispiel für das Gewichtsreduktionspotential, daß mit den neuen Stählen gehoben werden konnte, sind die neuen Stahlleichtbauräder für den Ford Mondeo, die nur je 8,25 Kilogramm wiegen. Im Vergleich zu herkömmlichen 16-Zoll-Stahlrädern bedeutet das eine Gewichtsreduzierung um 2,45 Kilogramm. Die alternativ von Ford für den "Mondeo" ebenfalls angebotenen Leichtmetallräder gleicher Dimension sind etwa ein Kilo schwerer. Mit den neuen Stahlleichtbaurädern wird ein feinfühligeres Ansprechen der Federung bei gleichzeitig verringertem Rollwiderstand möglich.

Inzwischen machen die Stahlleichtbauräder rund 50 Prozent des Gesamtmarktes für PKW-Räder aus. Tendenz stark steigend, denn heute kommt praktisch kein neues Fahrzeug mehr ohne diese Räder auf den Markt.

Zwar ist bei den innovativen Stahlrädern der Herstellungsaufwand gegenüber konventionellem Material etwas höher. Dieser Nachteil wird jedoch durch den geringeren Materialbedarf weitestgehend kompensiert. Im Vergleich zu Aluminiumrädern bleibt das Stahlleichtbaurad unerreicht günstig.

Längst sind beim Rad noch nicht alle Möglichkeiten des Werkstoffes Stahl ausgereizt. So wird bereits an einer Weiterentwicklung des Stahlleichtbaurades gearbeitet, bei der Stähle mit eingeengtem Toleranzband sowie die Verwendung flowgeformter Felgen (Felgen mit unterschiedlicher Materialstärke über die Felgenbreite) eine wesentlich Rolle spielen. In der Ford-Entwicklungsabteilung gibt es ebenfalls schon neue Pläne. Nach dem Erfolg des 16-Zoll-Rades für die Modelle "Mondeo" und "Jaguar X-Type" sollen zukünftig nur noch Stahlleichtbauräder zum Einsatz kommen. So erhält im Herbst kommenden Jahres der neue Ford-"Fiesta" ein entsprechendes 14-Zoll Pendant. Ein 15-Zoll-Rad für den neuen "Focus" bildet den Abschluss der Umstellungen auf Leichtbauräder aus Stahl.

Für Rückfragen:
ThyssenKrupp Stahl AG
Dietmar Stamm, Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 (0)203-52-2 62 67
Fax: +49 (0)203-52-2 57 07
E-Mail: stamm@tks.thyssenkrupp.com

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