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Produkte und Lösungen, 20.03.2000, 01:00

Segment Components: Acht Meter Großwälzlager für Brasilien

Die Hoesch Rothe Erde GmbH hat für die Ölförderung vor der brasilianischen Küste ein Großwälzlager mit acht Meter Durchmesser und 27 Tonnen Gewicht geliefert. Das Lager ist eines der größte ungeteilten Wälzlager, die das Werk Lippstadt der Hoesch Rothe Erde GmbH in den vergangenen Jahren produziert hat. Jenseits der acht Meter Grenze müssen Großwälzlager in Segmentbauweise gefertigt werden.

Vorgesehen ist das Großwälzlager für eine Förderanlage im Espardarte-Ölfeld vor der Küste Brasiliens, wo das Rohöl aus einer Meerestiefe von 1.000 Meter gefördert wird. Dabei ist der Förderturm auf dem Meeresboden verankert und in ein Tankschiff integriert. Mit dem Großwälzlager von Hoesch Rothe Erde kann sich das Tankschiff um den Förderturm drehen und seine Lage wechselnden Gezeiten und Windrichtungen anpassen. Die Fördereinrichtung, eine so genannte stationäre FPSO-Anlage (Floating Production Storage and Offloading), ermöglicht die ununterbrochene Ölförderung. Das im Förderschiff zwischengelagerte Rohöl wird durch weitere Tanker abtransportiert.

Die gesamte Fördereinrichtung hat ein Gewicht von 285.000 Tonnen. Das Großwälzlager ist, wie die anderen Systeme der Anlage, für eine Mindestlebensdauer von 16 Jahren ausgelegt. Neben der Kundenspezifikation mussten auch alle Offshore-Bedingungen der Abnahme-Gesellschaft ABS (American Bureau of Shipping) erfüllt werden. Für Rohrdrehgelenke auf demselben Förderschiff hat Hoesch Rothe Erde sieben weitere Präzisionslager zwischen 1.000 und 2.000 Millimeter Durchmesser geliefert.

Eigentümer der Förderanlage wird das Unternehmen SBM, Schweiz, sein, die sie wiederum an Petrobras, Brasilien, vermietet. Den Auftrag erhielt die Hoesch Rothe Erde GmbH von der amerikanischen Firma Imodco Inc. in Kalifornien, die den Förderturm für SBM baut.

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