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Unternehmensmeldungen, 26.07.2007, 17:04

ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni unterstützt Mitarbeiter in Turin - Weitere Investitionsmittel für Standort Terni

ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni unterstützt mit einer Reihe von Maßnahmen ihre durch die Produktionsverlagerung von Turin nach Terni betroffenen Mitarbeiter. Auf ein entsprechendes Programm haben sich jetzt Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter im Rahmen eines vom italienischen Industrie- und vom Wirtschaftsministerium veranstalteten „Runden Tisches“ geeinigt. „Unsere Gründe für die Schließung des Standortes Turin sind nachvollziehbar und von Seiten der Politik und Gewerkschaften anerkannt worden“, betonte Dr. Harald Espenhahn, Vorsitzender der Geschäftsführung der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni: „Für alle Mitarbeiter gibt es eine akzeptable Lösung.“

ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni hatte Anfang Juni angekündigt, zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit schrittweise Produktionskapazitäten von Turin nach Terni zu verlagern. Den rund 400 Beschäftigten in Turin waren Arbeitsplätze innerhalb der AST-Gruppe angeboten worden. Älteren Mitarbeitern wurde vorgeschlagen, gesetzliche Regelungen zu nutzen und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Jetzt ist zusätzlich vereinbart worden, dass interessierte Werksangehörige aus Turin, die nach Terni wechseln wollen, beim Umzug unterstützt werden. Die anderen Turiner Mitarbeiter können Qualifizierungsmaßnahmen nutzen, mit deren Hilfe sie leichter einen neuen Arbeitsplatz finden. Außerdem sollen bei einer künftigen Gewerbeansiedlung auf dem bisherigen Werksgelände in Turin bevorzugt Mitarbeiter der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni berücksichtigt werden.

Nach jetzigen Planungen wird die Schließung des Standorts zum Ende des Geschäftsjahres 2007/08 abgeschlossen sein. Die Anlagen in Turin werden nach Auslaufen der Produktion vollständig abgebaut, einige Aggregate in Terni wieder errichtet. Mit der Verlagerung der Kaltwalz-Produktion von Turin nach Terni wird die Konkurrenzfähigkeit der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni weiter optimiert. „Dieser Schritt ist aus wirtschaftlichen Gründen und im Hinblick auf die Zukunftsperspektive des Gesamtunternehmens unumgänglich“, so
Dr. Espenhahn: „Damit wollen wir Produktions- und Kostenstrukturen schaffen, wie sie die besten Wettbewerber aufweisen.“ Durch den Aufbau von neuen Kapazitäten vor allem in China und durch einen schon heute deutlich ersichtlichen Anstieg von Importen aus Asien wird ein gewaltiger Druck auf europäische Produzenten ausgeübt.

Seit dem Erwerb 1994 ist die ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni mit erheblichen Finanzmitteln weiterentwickelt worden. Darüber hinaus hat die Muttergesellschaft ThyssenKrupp Stainless vor zwei Jahren ein zusätzliches Investitions-Programm auf den Weg gebracht. Allein seit Anfang 2005 sind rund 300 Millionen Euro in die ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni investiert worden. So wurden u. a. ein neues Kaltwalzgerüst, das Finishing-Center und ein neues Bildungszentrum errichtet. Eine neue Glüh- und Beizlinie und ein neuer VOD-Konverter zur Weiterentwicklung ferritischer Rostfrei-Stähle sind im Bau. Bei der Società delle Fucine, die über Europas größte Schmiedepresse verfügt, wird die Leistungsfähigkeit ab 2008 durch neue Aggregate verbessert.
Der Bereich Hochleistungswerkstoffe wird in den kommenden Jahren weiter gestärkt. Mit umfangreichen Maßnahmen insbesondere am Standort Essen baut die ThyssenKrupp Titanium, ein Tochterunternehmen der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni, ihr Geschäft weiter aus. Zuletzt wurde unter anderem ein weiterer Vakuum-Lichtbogenofen errichtet und damit die Erzeugungskapazität für Titanblöcke deutlich erweitert. Das Unternehmen will dadurch von der steigenden Nachfrage nach Titanprodukten auf dem Weltmarkt profitieren.

ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni, Italiens einziger Hersteller von rostfreien Edelstahl Flachprodukten, unternimmt jetzt die nächsten Schritte zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. „Unsere bereits umgesetzten oder noch laufenden Investitionen dienen dazu, das integrierte Rostfrei-Werk Terni zu einem international konkurrenzfähigen Standort auszubauen“, erklärt Dr. Espenhahn. Dieser erfolgreiche Weg wird konsequent fortgeführt. So hat ThyssenKrupp Stainless weitere Investitionsmittel freigegeben. Dafür wird unter anderem eine neue Stranggießanlage am Standort Terni für rund 30 Millionen Euro gebaut. Diese ersetzt die bisherige CSP-Anlage und soll Ende 2008 in Betrieb gehen.

Mit den umfangreichen Investitionen werden insbesondere die Voraussetzungen geschaffen für Werkstoff-Qualität auf höchstem Niveau, optimierte Wertschöpfungstiefe sowie eine erweiterte Produktpalette der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni. Mit der innovativen VOD-Technologie kann ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni das Produktportfolio bei ferritischen Stählen auf Sondergüten ausweiten, die in einigen Anwendungsbereichen klassische Chromnickelstähle ersetzen können. Gleichzeitig erhöhen sich die Schmelzkapazitäten mittelfristig auf rund 1,7 Millionen Tonnen. Die Rostfrei-Produktion in Terni erhöht sich durch die verschiedenen Maßnahmen nur leicht von derzeit etwa 600.000 auf künftig mehr als 700.000 Tonnen Kaltband pro Jahr.


ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni, ein Unternehmen der ThyssenKrupp Stainless, ist einer der weltweit führenden Hersteller von nichtrostenden Edelstahl-Flachprodukten. Neben den Service-Centern der Terninox sind der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni die produzierenden Tochtergesellschaften Tubificio di Terni, Società delle Fucine sowie die ThyssenKrupp Titanium angeschlossen. Im Geschäftsjahr 2005/06 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro. In Terni sind etwa 3.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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