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Unternehmensmeldungen, 02.11.2007, 15:00

Erster Spatenstich von ThyssenKrupp am Standort des neuen Qualitäts- und Edelstahlwerks

ThyssenKrupp Steel USA, LLC, und ThyssenKrupp Stainless USA, LLC, haben heute mit dem ersten Spatenstich am Standort ihres neuen Qualitäts- und Edelstahl-Verarbeitungswerks in Calvert, Alabama (Investitionsvolumen: 3,7 Milliarden US$) den Baubeginn der 3.500 Morgen großen Anlage markiert.

Die notwendigen Genehmigungsanträge für den Beginn der Bauarbeiten wurden von den Staats- und Bundesbehörden erteilt, sodass ThyssenKrupp voll im Plan liegt, um den Betrieb im März 2010 aufnehmen zu können.

„Die Stahlindustrie macht weltweit einen dynamischen Konsolidierungsprozess durch. Wir gehen auf unsere eigene, individuelle Weise an diesen Prozess heran - mit einer klaren Vorwärtsstrategie, um uns weiter als Global Player auf den Stahlmärkten Europas und Nordamerikas zu positionieren“, sagte Ekkehard D. Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG. „Dies ist ein Projekt, mit dem ein sehr langfristiges Engagement verbunden ist. Wir werden auf Jahrzehnte in Alabama sein und gute Jobs für viele Generationen schaffen.“

Karl-Ulrich Koehler, Vorstandsvorsitzender von ThyssenKrupp Steel und Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG, fügte hinzu: „Dieses neue Verarbeitungswerk wird uns in die Lage versetzen, unsere Position in Nordamerika zu stärken. Es wird uns wesentliche Vorteile in Bezug auf Qualität und Kosten sowie Zugang zu einem Kundenbestand verschaffen, dessen Nachfrage größer ist als das derzeitige Angebot.“

„Unsere Investition in Alabama ist ein zentrales Element der Strategie von ThyssenKrupp Stainless. Der NAFTA-Edelstahlmarkt hat ein großes Potenzial, und wir wollen unser Geschäft in dieser Wachstumsregion bedeutend ausweiten“, merkte Jürgen H. Fechter, Vorstandsvorsitzender von ThyssenKrupp Stainless und Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG an.

Die Anlage wird eine Warmbreitbandstraße umfassen, die vor allem dazu dienen soll, Brammen aus dem neuen Stahlwerk von ThyssenKrupp in Brasilien zu verarbeiten. Sie wird auch Kaltwalz- und Feuerverzinkungskapazitäten für hochwertige Flachprodukte aus Qualitätsstahl bieten. Die Jahreskapazität des Werks für Endprodukte aus Qualitätsstahl wird 4,1 Mio. Tonnen betragen. Außerdem wird eine Edelstahlschmelzerei mit einer Kapazität von bis zu einer Mio. Tonnen Brammen pro Jahr gebaut, die ebenfalls auf der Warmbreitbandstraße verarbeitet werden sollen. Hinzu kommt eine Kaltwalzanlage, die zunächst darauf ausgelegt sein soll, 350.000 Tonnen Kaltband und 125.000 Tonnen gebeiztes Warmband zu produzieren. Außerdem wird das neue Edelstahlwerk ThyssenKrupp Mexinox in San Luis Potosi (Mexiko) mit dem dort benötigten Vormaterial beliefern (340.000 Tonnen Warmband).

Im Mai hatte ThyssenKrupp angekündigt, in Alabama ein neues Qualitäts- und Edelstahl-Verarbeitungswerk zu bauen, das auf dem neuesten Stand der Technik ist. Seitdem hat das Unternehmen ein Projektbüro in Mobile eröffnet, mehrere Verträge zur Baustellenvorbereitung an in Alabama ansässige Unternehmen vergeben und einen Auftrag für die Warmbreitbandstraße und den Kaltbandkomplex erteilt. ThyssenKrupp hat vier öffentliche Gemeinde-Sitzungen in der Region von Mobile abgehalten und dabei ca. 2.000 Einwohner über das neue Werk informiert.

Neben dem Bau des Werks ist ein zweiter Schwerpunkt der Aufbau eines qualifizierten Teams, das beim Betrieb der Anlage dazu beitragen soll, pro Jahr 5,1 Mio. Tonnen an hochwertigen Produkten zu erzeugen. ThyssenKrupp wird mit dem AIDT (Alabama Industrial Development Training Office - Büro für industrielle Entwicklung und Ausbildung) zusammenarbeiten, um Arbeiter für das Werk zu schulen und zu rekrutieren. Wenn die Anlage voll in Betrieb ist, werden voraussichtlich 2.700 Arbeitsplätze entstanden sein, z.B. in den Bereichen Management, Engineering, Anlagenbetrieb, Logistik, Produktion, Instandhaltung und Verwaltung.

Während des gesamten Baus und Betriebs des neuen Werks wird ThyssenKrupp die strengsten Standards im Umweltschutz einhalten. An dem Standort kommen die technologisch modernsten Schutzmaßnahmen zu Anwendung. Zur Befeuerung der Prozessbrenner und Öfen wird rückstandsfrei verbrennendes Erdgas und Strom – keine Kohle – eingesetzt. Die Verarbeitungseinrichtungen werden außerdem mit umfassenden Energierückgewinnungs- und Wiederverwertungstechnologien versehen.

Wenn das neue Werk den Betrieb aufgenommen hat, wird es Qualitäts- und Edelstahl für Hersteller von hochwertigen Produkten in den USA und ganz Nordamerika verarbeiten, z.B. in der Haushaltsgeräte-, Bau- und Automobilindustrie.

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