Skip Navigation

Produkte und Lösungen, 24.05.2005, 14:17

ThyssenKrupp GfT Bautechnik an Großprojekt zur Flutsicherung Venedigs beteiligt

Venedig - ein globaler Mythos, der immer öfter "Land unter" ist: Die Erwärmung der Atmosphäre und der damit verbundene Anstieg des Meeresspiegels bedroht die auf etwa 100 kleinen Inseln gelegene Lagunenstadt, deren berühmte Gebäude auf Eichenpfählen gebaut sind. Immer häufiger drängt das Meer durch die drei Einfahrten in die 550 Quadratkilometer große Lagune und überschwemmt die historische Altstadt.

Um dieses Juwel vor dem Versinken zu retten, wird unter dem Projektnamen "MOSE" nun ein technisch äußerst anspruchsvolles Vorhaben umgesetzt, an dem ThyssenKrupp GfT Bautechnik maßgeblich beteiligt ist. Bis 2011 entstehen drei riesige Tore, die bei Springfluten die Einfahrten der Lagune absichern und die Stadt schützen sollen. Damit Schiffe dennoch passieren können, wenn die Fluttore installiert werden, liefert ThyssenKrupp GfT Bautechnik für einen Schleusenneubau an der Einfahrt "bocca di mallamocco" 15.500 Tonnen Material.

Geschäftsführer Tilo Quink: "Für den Schleusenneubau stellen wir Planungsunterstützung, Spundwände, Rohre, Maschinen sowie Anker und sorgen für die Anarbeitung und Logistik. Allein die Rohre haben dabei einen Durchmesser von etwa anderthalb Metern, eine Länge von 37 Metern und ein Gewicht von jeweils 32 Tonnen. Der für die Rohre benötigte Stahl kommt übrigens von ThyssenKrupp Steel. Wir setzen damit unsere erfolgreichen Aktivitäten im italienischen Markt fort."

Auf dem italienischen Stiefel laufen die Geschäfte für ThyssenKrupp GfT Bautechnik sehr gut - vor allem in Venedig. Über das Partnerunternehmen Masider in Mailand stiegen die Bestellungen in den letzten 25 Jahren stark an. ThyssenKrupp GfT Bautechnik profitiert besonders vom sogenannten "Spundwand-Boom", der im Jahr 1993 durch das eigene Vorzeigeprojekt auf der Insel Tresse ausgelöst wurde. Damals horchte die Fachwelt auf, als dort eine offene Mülldeponie mit 3.400 Tonnen Material komplett isoliert wurde - erstmals mit dem patentierten Hoesch-Dichtungssystem.

In der Folge hat das Unternehmen auch viele Kanäle mit Spundwänden versehen, so beispielsweise den Canale Industriale Sud mit insgesamt 10.000 Tonnen. Momentan werden 12.000 Tonnen Spundwand für den Canale Industriale Brentella auf Abruf geliefert.

nach oben