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Unternehmensmeldungen, 23.08.2012, 12:34

ThyssenKrupp eröffnet Technikum

Die zum Anlagenbau von ThyssenKrupp zählende ThyssenKrupp System Engineering GmbH eröffnet in Pleißa bei Chemnitz ein Technikum zur Erforschung der Herstellung und Montage von Lithium-Ionen -Batterien. Auf einer Fläche von 1.800 m² werden zukünftig schwerpunktmäßig Lösungen für die Bereiche Elektrodenherstellung, Zell- und Batteriemontage sowie Test entwickelt. Hierfür wurden am Standort zunächst 20 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die Verknappung fossiler Ressourcen, die Energiewende in Deutschland und die immer strikter werdenden gesetzlichen Reglementierungen sind Auslöser und Wegweiser für die Etablierung zukunftsweisender Technologien. Batteriesysteme als dezentrale Speicher für die fluktuierenden regenerativen Energien (Wind, Solar etc.) und als Leistungsspeicher für Hybrid- und Elektrofahrzeuge stellen aufgrund ihrer hohen Komplexität und möglichen Wertschöpfungstiefe eine technologische Schlüsselkomponente dar. Deren Herstellung in Großserie ist eine der wichtigsten Herausforderungen auf dem Weg hin zum ökologischen Wandel der Gesellschaft.

„Umweltfreundliche Energiespeicher und emissionsarme Elektroantriebe werden die Energieversorgung und Mobilität der Zukunft prägen. Gegenwärtig erobern elektrische Antriebsstränge und regenerative Energien einen zunehmend größeren Markanteil. Vor diesem Hintergrund wächst die Nachfrage nach leistungsstarken Batteriezellen und Batteriesystemen“, erklärt Dr. Niclas Müller, Vorsitzender des Bereichsvorstandes der Business Area Plant Technology der ThyssenKrupp AG.

Die Produktionstechnik für Lithium-Ionen-Batterien gehört zu den zentralen Forschungs- und Entwicklungsthemen beim Anlagenbau von ThyssenKrupp. Und das sehr erfolgreich: Von namhaften Automobilherstellern hat das Technologieunternehmen bereits Aufträge für automatische Montagelinien zur Herstellung von Lithium-Ionen Zellen / bzw. Modulen erhalten. Und in einer Kooperation mit einem großen deutschen Industrieunternehmen sollen die Fertigungsprozesse zur Sicherung der erforderlichen Qualität und Ausbringung sowie der Einsatz der Materialien für Lithium-Ionen Zellen weiter optimiert werden.

„Der Markt reagiert aufgrund der erwarteten Entwicklung mit hohem Interesse auf den gewählten analytischen Ansatz. Ein Auszug aus der aktuellen Projektliste zeigt, dass wir mit wichtigen Kunden weltweit Projekte für alle Phasen der Batterieproduktion planen und vorantreiben: Von der Entwicklung der einzelnen Zellkomponente über den Zusammenbau von Zellen bis hin zur Montage von Modulen und Batteriesysteme“, erläutert Bernd Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung von ThyssenKrupp System Engineering.

Das Fraunhofer-Institut IKTS Dresden und die mittelständischen Unternehmen KMS Technology Center GmbH und AWEBA Werkzeugbau GmbH sind hierbei Partner von ThyssenKrupp in einem von der sächsischen Aufbaubank geförderten Projekt.

„Die Entwicklung von ThyssenKrupp System Engineering am sächsischen Standort Hohenstein- Ernstthal ist von besonderer Bedeutung. Durch die Ansiedlung von namhaften Firmen aus der Batteriebranche hat sich Sachsen mittlerweile zu einem Schwerpunkt dieser zukunftsweisenden Technologie entwickelt“, so Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich.

Für die Erforschung der neuen Geschäftsbereiche greift der Anlagenbauspezialist auf gewachsenes Ingenieurwissen zurück. Das Know-how aus dem Automobilsektor wird auf Batteriezellen und -systeme übertragen und um Expertenwissen aus der Batterie- und Zellindustrie ergänzt.

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