Skip Navigation

Unternehmensmeldungen, 30.03.2004, 02:00

Kompromiss beim Emissionshandel Schritt in die richtige Richtung

Als einen Schritt in die richtige Richtung begrüßt die ThyssenKrupp Steel AG den nun von der Bundesregierung vorgelegten Nationalen Allokationsplan für den ab 2005 geplanten Emissionshandel. "Aber Wettbewerbsgleichheit in der Stahlindustrie Europas wurde mit diesem Kompromiss noch nicht erreicht. Andere Länder zeigen sich großzügiger in der Zuteilung von Zertifikaten und konjunkturellen Boni," erklärte Prof. Dr. Ulrich Middelmann, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Steel AG. "Wenn sich nach der Vorlage der nationalen Allokationspläne in Brüssel zeigt, dass wir benachteiligt werden, halten wir uns den Klageweg offen."

Die Belastungen aus dem Emissionshandel werden nach der ersten Einschätzung immer noch im Millionenvolumen liegen, das für Investitionen nicht mehr zur Verfügung steht. Über die Investition in den Hochofen 8, der den 30 Jahre alten Hochofen 4 ersetzen soll, wird daher entschieden, wenn Klarheit über die Höhe des jetzt notwendigen Erwerbs von CO2-Zertifikaten besteht. "Unsere mittel- und langfristige Investitionspolitik bleibt weiter mit großen Fragezeichen versehen, weil durch die Brüsseler Richtlinie zum Emissionshandel noch rechtliche Unsicherheiten im Raum stehen bleiben," betonte Prof. Dr. Ulrich Middelmann.

Den größten Fortschritt gegenüber den bisherigen Plänen sieht Prof. Dr. Middelmann in der Anerkennung konjunktureller Chancen, die so genannten Ex-Post-Bedingungen für prozessbedingte CO2-Emissionen. Dieser Punkt war in den Verhandlungen zwischen Bundesumweltministerium und -wirtschaftsministerium höchst umstritten. "Wenn die Konjunktur besser läuft, müssten wir nun weniger Zertifikate zukaufen,", so Prof. Dr. Middelmann. Er dankte auch im Namen der ThyssenKrupp Steel Belegschaft Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, dass er die besondere Problematik der Stahlproduktion in der politischen Diskussion durchgesetzt hat.

"Die deutsche Stahlindustrie steht zur Selbstverpflichtung und wird das Ziel der Reduzierung von CO2 bis 2010 erreichen. Damit leisten wir unseren Beitrag zur gewünschten Reduzierung von Klimagasen," bekräftigte Prof. Dr. Middelmann. Insgesamt hat die Stahlindustrie eine Minderung von 22 % der CO2-Emissionen im Zeitraum 1990 bis 2010 zugesagt. Davon sind schon 19 % realisiert. "Unverständlich ist, dass das Umweltministerium selbst bei fast fünf Millionen Arbeitslosen in Deutschland weiter als Wachstumsbremser agiert. Wir betreiben die modernsten Hüttenwerke weltweit und erfüllen als Vorreiter in Umwelt- und Klimaschutz die höchsten Standards."

Kontakt:

ThyssenKrupp Steel
Erwin Schneider
Tel.: +49 203 / 52 - 2 56 90
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: erwin.schneider@tks.thyssenkrupp.com

Dietmar Stamm
Tel.: +49 203 / 52 - 2 62 67
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: dietmar.stamm@tks.thyssenkrupp.com

nach oben