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Produkte und Lösungen, 12.05.2004, 02:00

Großauftrag für Titanrohre zur Meerwasserentsalzung

Die Titania S.p.A., Terni, Italien und ihre Tochtergesellschaft Deutsche Titan GmbH, Essen, liefern 160 Tonnen Titanrohre für den Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage in Dubai. Dies ist der größte Einzelauftrag für Rohre, den die beiden Unternehmen aus der Business Unit Stainless der ThyssenKrupp Steel AG bislang erhalten haben. Auftraggeber ist der italienische Anlagenbauer Fisia Italimpianti S.p.A., Genua. Eingesetzt werden die Rohre in Wärmetauschern in der Meerwasserentsalzungsanlage Jebel Ali L, die im kommenden Jahr in Dubai in Betrieb gehen soll. Jebel Ali L wird täglich 317.000 Kubikmeter Trinkwasser aus Meerwasser gewinnen.

Die Rohre werden aus Spaltband rollprofiliert und in einer Argon-Schutzgasatmosphäre geschweißt. Die Wandstärke beträgt 0,5 Millimeter bei einem Durchmesser von 30 Millimeter. Eine technische Herausforderung sind die Wärmetauscherrohre vor allem wegen ihrer Länge von jeweils 23,4 Meter. So ist beim Rollformen und Schweißen absolute Präzision gefordert, damit die Rohre über die gesamte Länge gleichmäßig gerade sind. Außerdem müssen sie während des gesamten Fertigungsprozesses abgestützt werden, damit sie nicht verbiegen. Aneinander gelegt entsprechen die 160 Tonnen Titanrohre für Jebel Ali L einer Strecke von 764 Kilometern.

Die Meerwasserentsalzungsanlage basiert auf der so genannten Multi Stage Flash Technologie. Dabei wird Meerwasser erhitzt und in mehreren hinter einander geschalteten Kammern unter stufenweise abnehmendem Luftdruck verdampft. Parallel wird frisches Meerwasser durch die Kammern zum Erhitzer geleitet. Der Dampf des aufgeheizten Meerwassers schlägt sich auf den Rohrbündeln nieder, in denen das frische Meerwasser durch die Anlage zum Erhitzer fließt. Das dabei entstehende Kondenswasser wird mit Tabletts aufgefangen und gesammelt. Die Titanrohre sind für die Stationen innerhalb der Meerwasserentsalzungsanlagen vorgesehen, in denen Salzkonzentration am weitesten fortgeschritten und die Korrosionsbelastung am größten ist. Der Salzgehalt des erhitzten Meerwassers beträgt dort etwa 40 Gramm pro Liter, die Temperatur des Wassers liegt bei 45 bis 50 Grad Celsius.

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Kontakt:

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e-mail: bernd.overmaat@tks.thyssenkrupp.com

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