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Produkte und Lösungen, 07.08.2009, 11:00

ThyssenKrupp Nirosta investiert mit optimierter Konverteranlage in den Umweltschutz

Die ThyssenKrupp Nirosta hat ihre Konverteranlage in Krefeld grundlegend umgebaut und leistet so einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz im Umfeld des Werkes. Das optimierte Aggregat im Stahlwerksbereich ist im Frühjahr in Betrieb gegangen und vor kurzem nach der Anlaufphase offiziell freigegeben worden. Die zwei neuen AOD-Konverter (von engl. Argon Oxygen Decarburization; Argon-Sauerstoff-Entkohlung) mit Wechselgefäß und Nebeneinrichtungen sorgen u.a. für eine verbesserte Luftreinhaltung. „Die Konvertergefäße sind jetzt eingehaust. Stäube und Gase, die beim Einfüllen oder Abstechen der Schmelze entstehen, werden nun besser erfasst“, so Harald Behmenburg, Betriebsdirektor des Stahlwerks in Krefeld. „Die Luft wird umfassend gefiltert bevor sie wieder an die Umwelt abgegeben wird. Dadurch können wir den Anteil diffuser Stäube nachhaltig verringern.“ Kurz gesagt: Saubere Luft für die Umwelt. Beim Produktionsprozess anfallende Stäube bleiben im Filtersystem.

„Konverter“ leitet sich aus dem lateinischen Verb „convertere“ ab und bedeutet „umwenden, verwandeln“. In der Edelstahlindustrie werden spezielle Konverter eingesetzt, um aus einer kohlenstoffreichen Vorschmelze, die in einem Elektrolichtbogenofen erzeugt wurde, Stahl zu fertigen. Die flüssige Vorschmelze wird dafür in den Konverter eingefüllt und Sauerstoff bzw. ein Gemisch aus Sauerstoff und Stickstoff oder Argon hinzugegeben. Dabei verbrennt der im Stahl unerwünschte Kohlenstoff und geht in das Rauchgas über, während Chrom, das Element das den rostfreien Stahl rostfrei macht, in der Schmelze verbleibt. Das Rauchgas wird über eine Absaugung abgeleitet und gefiltert.

Die ThyssenKrupp Nirosta hat die neue Anlage in Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer Siemens VAI (Erlangen, Linz) umgebaut. „Der verbesserte Umweltschutz war ein wichtiges Argumente für diese Maßnahme“, so Behmenburg. „Gleichzeitig haben wir durch die nachhaltige Optimierung aber auch das Fundament für eine gesteigerte Betriebssicherheit der Anlage sowie eine erhöhte Flexibilität im Schmelzvorgang gelegt."

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