Skip Navigation

Unternehmensmeldungen, 08.09.2009, 09:50

„Gesamtbetriebsvereinbarung zur Zukunftssicherung“ bei ThyssenKrupp Nirosta

Vorstand und Gesamtbetriebsrat der ThyssenKrupp Nirosta AG (Krefeld) haben eine „Gesamtbetriebsvereinbarung zur Zukunftssicherung“ abgeschlossen. Diese Einigung gilt bis zum 31. Dezember 2012 und sieht verschiedene Maßnahmen zur Flexibilisierung vor, mit denen die Wettbewerbsfähigkeit des Edelstahlherstellers gestärkt und gleichzeitig der demografische Wandel berücksichtigt wird. Kern der jetzt getroffenen Vereinbarung ist die Änderung der Schichtfahrweise und damit einhergehend die Reduzierung der Wochen-Schichten in der Produktion von 21 auf durchschnittlich 18 von Januar 2010 an.

Die Betriebsvereinbarung sieht vor, die Produktionsprozesse flexibel der Auftragslage anzupassen, um schwankenden Marktanforderungen besser begegnen zu können. So sind auch Abweichungen in einer Spanne von 15 bis 21 Schichten pro Woche möglich, die über Arbeitszeitkonten ausgeglichen werden. Im Zuge der Reduzierung der Arbeitsschichten sollen 300 Stellen sozialverträglich abgebaut werden. Dies erfolgt über Altersteilzeit, Abfindungsprogramme und natürliche Fluktuation. Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen. Von den Maßnahmen betroffen sind die Produktionsstandorte der ThyssenKrupp Nirosta in Krefeld, Bochum, Düsseldorf-Benrath und Dillenburg sowie das Service-Center in Wilnsdorf mit zusammen rund 3.900 Mitarbeitern. Insgesamt sind bei der Nirosta-Gruppe etwa 4.500 Mitarbeiter beschäftigt.

Weitere Bestandteile der Betriebsvereinbarung sind eine Einkommenssicherung für die Mitarbeiter sowie die Zusage einer Ausbildungsquote von mindestens fünf Prozent. Darüber hinaus wird die Übernahme aller Auszubildenden angestrebt. Dadurch wird die Belegschaft verjüngt und dem demografischen Wandel Rechnung getragen. Um eine weitere Flexibilisierung der Produktionsabläufe zu erreichen, werden Gesprächen über den weitergehenden Einsatz von Langzeit- und Lebensarbeitszeitkonten aufgenommen.

„Mit dieser Betriebsvereinbarung können wir weitaus besser auf Auslastungsschwankungen reagieren“, lobt Klaus-Peter Hennig, Personalvorstand der ThyssenKrupp Nirosta AG, die getroffenen Regelungen.

nach oben