Skip Navigation

Produkte und Lösungen, 20.03.2003, 01:00

TWIN - Zwei Kabinen. Ein Schacht. Ein Quantensprung.

ThyssenKrupp Aufzüge macht aus der Vision eine Innovation

Ein neuartiges Aufzugssystem wird seit Anfang des Jahres in einem Universitätsgebäude in der Stadtmitte von Stuttgart erfolgreich eingesetzt: TWIN - so nennt der Hersteller ThyssenKrupp Aufzugswerke GmbH, Neuhausen, sein System, bei dem zwei Kabinen im selben Schacht übereinander angeordnet sind und die gleiche Fahrbahn unabhängig voneinander benutzen. Vorteile: Gegenüber der konventionellen Lösung - eine Aufzugskabine je Schacht - lassen sich, am Beispiel einer sogenannten Vierergruppe 40% mehr Personen befördern bzw. 25% Bauvolumen, also ein kompletter Schacht, einsparen.

Die Aufzugsanlage, eine 6er-Gruppe aus den 60er Jahren, war vor der Modernisierung den steigenden Benutzerzahlen im Gebäude nicht mehr gewachsen. Aus Platz- und Kostengründen war der Einbau oder Anbau eines weiteres Aufzugschachtes nicht möglich. Nun verfügt die Universität Stuttgart ohne größere Umbaumaßnahmen über sieben Aufzugskabinen, die Menschentrauben vor den Aufzügen in den Hauptverkehrszeiten gehören der Vergangenheit an. Die erfolgreiche TÜV-Abnahme der Pilotanlage fand in der zweiten Dezemberwoche statt. Einer weltweiten Vermarktung steht nichts mehr entgegen. "Wir sind stolz, dass dieses revolutionäre Aufzugssystem in unserer Universität erstmalig eingesetzt und erprobt wurde", so die Universität Stuttgart und das Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim.

Die neuartige Technik funktioniert wie folgt: In einem Schacht sind zwei Kabinen übereinander angeordnet und benutzen die gleichen Führungsschienen. Die zwei Kabinen des Systems TWIN sind nicht miteinander verbunden und können unabhängig voneinander übereinanderliegende Etagen anfahren. Jeder Aufzug hat seinen eigenen Treibscheiben-Antrieb und sein eigenes Gegengewicht. Voraussetzung für das System TWIN ist der Einsatz der Zielauswahlsteuerung DSC (Destination Selection Control) von ThyssenKrupp Aufzüge, die die Rufe intelligent zuweist. Damit es kontrolliert "drunter und drüber" geht, verhindert ein neuartiges, vierstufiges Sicherheitskonzept ein Kollidieren der beiden Kabinen. In der ersten Stufe erteilt die Zielauswahlsteuerung die Fahrbefehle so, dass sich die Kabinen gegenseitig nicht behindern. Mit der zweiten Stufe werden die Mindestabstände der beiden Kabinen überwacht: Bei Annäherung der Kabinen zueinander wird die Geschwindigkeit soweit reduziert, dass ein betriebsmäßiger Halt jederzeit möglich ist, ohne den geforderten Sicherheitsabstand zu unterschreiten. Sollte dieser beim Versagen der Sicherheitsstufen 1 und 2 doch unterschritten werden, wird in Stufe 3 ein Nothalt durch Aktivieren der Betriebsbremse der Aufzugsmaschine ausgelöst. Mit der letzten Stufe wird die Fangvorrichtung ausgelöst.

Der TWIN ist geeignet für Gebäude ab einer Förderhöhe von 50 Metern, sowohl für die Modernisierung vorhandener Anlagen - wie an der Universität in Stuttgart - als auch für den Neuanlagenbereich. Der TWIN erhöht die Förderleistung bei bestehenden Schächten um 40%. In älteren Gebäuden kann ein Aufzugsschacht für eine andere Nutzung verwendet werden, z.B. für die Verlegung von Technik im Gebäude (Klimatechnik, Verkabelung etc.), wobei die Förderleistung erhalten bleibt. Bei neuen Bauvorhaben kann durch den Wegfall eines Aufzugsschachtes Bauvolumen eingespart bzw. die zur Verfügung stehende Nutzfläche (Mietfläche) erhöht werden.

TWIN - ein revolutionäres Aufzugssystem, aber keine ganz neue Idee. Das erste Patent eines Aufzugs mit zwei Kabinen in einem Schacht wurde im Jahr 1931 angemeldet, aber nie in Serie umgesetzt. ThyssenKrupp Aufzüge ist weltweit das erste Unternehmen, das diese Vision nun in die Wirklichkeit umgesetzt hat. Die Universität Stuttgart hatte in Übereinstimmung mit dem Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim das Gebäude und den Aufzugsschacht für den Einbau und die Erprobung des TWIN zur Verfügung gestellt.

<small>ThyssenKrupp Aufzüge GmbH ist ein Tochterunternehmen von ThyssenKrupp Elevator AG. ThyssenKrupp Elevator ist das drittgrößte Aufzugsunternehmen der Welt und in mehr als 60 Ländern und über 800 verschiedenen Standorten weltweit vertreten. ThyssenKrupp Elevator, mit rund 29.000 Mitarbeitern, erzielte im Geschäftsjahr 2001/2002 (30.09.) einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Euro. Das Lieferprogramm umfasst Personen- und Lastenaufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige, Treppen- und Plattformlifte, Fluggastbrücken sowie Qualitätsservice für die gesamte Produktreihe.</small>

Kontakt
Rosi Bauer
ThyssenKrupp Aufzüge GmbH
Öffentlichkeitsarbeit/Marketing
Telefon +49 (7158) 12 24 90
Telefax +49 (7158) 12 22 07
E-Mail: rosi.bauer@tke-aufzuege-de.thyssenkrupp.com

nach oben