Skip Navigation

Unternehmensmeldungen, 25.10.2005, 13:48

1. Rhine-Ruhr International Materials Award geht an den Franzosen Georges Martin


Der mit 100.000 EUR höchstdotierte Werkstoff-Preis der Welt geht in diesem Jahr nach Frankreich. Zum Abschluss der 1. Rhine-Ruhr International Materials Conference in der Villa Hügel in Essen wurde am Montagabend (24.10.) Dr. Georges Martin ausgezeichnet, wissenschaftlicher Berater des Hochkommissars des französischen Atomenergie-Commissariats CEA (Commissariat à l'Energie Atomique). Martin erhält den Preis für sein wegweisendes Werkstoff-Konzept der "Driven Alloys" zur Herstellung hoch widerstandsfähiger Materialien, deren Einsatz weltweit für Furore sorgt und unter anderem die Sicherheit in Verkehrsmitteln (TGV) und Anlagen (Kernkraftwerken) erhöht. Zudem ehrte der Veranstalter der Werkstoff-Konferenz, der Initiativkreis Ruhrgebiet, einen der größten deutschen Pioniere der Solarenergie-Technik für sein Lebenswerk: Die Materials Science Life's Work Medal 2005 geht an den Gründer des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg und Ehrendirektor der Internationalen Solarenergie-Gesellschaft ISES, Prof. Dr. Adolf Goetzberger.

"Mit der Rhine-Ruhr International Materials Conference und dem Award bauen wir Zukunft - wir wollen Werkstoff-Innovationen von internationalem Rang anstoßen", so formulierte Prof. Dr. Ekkehard Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG und Moderator des Initiativkreises Ruhrgebiet, das Ziel der ersten Werkstoff-Konferenz mit dem Thema "Werkstoff-Forschung und Werkstofftechnik - Energie für das 21. Jahrhundert", die jetzt in Essen stattfand.

Das Gipfeltreffen namhafter Werkstoff-Experten führte 130 international bedeutende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Industrie und Politik zusammen und thematisierte globale Konzepte für Energielösungen - von fossilen über regenerative Energien, Kern-Spaltung und -Fusion bis hin zu Wasserstofftechnologie und Brennstoffzelle. So entwickelt die Kraftwerks- und Nuklearbranche neue hoch-hitzebeständige Werkstoffe, die entscheidend zu Effizienzsteigerung, Emissionsminderung und Sicherheit beitragen, die Solarindustrie forscht nach Materialien für photovoltaische Wände und Fenster und die Windbranche plant den Anschluss von Hochleistungs-Windparks in Nord- und Ostsee an das Netz. Mit der Atomfusion steht eine Technologie kurz vor dem Durchbruch, mit der erstmals das Sonnen-Prinzip zur Energieproduktion realisiert werden kann. Ökonomische und zugleich ökologische Ziele zur Energiegewinnung und Schadstoffvermeidung sollen durch den Einsatz neuer Werkstoffe erreicht werden. Weiteres Thema des Kongresses war die globale Energiezukunft: die Nachhaltigkeit der Energieversorgung in allen Teilen der Welt und, so Schulz, die Innovationsbereitschaft. "Die Herausforderungen der Energiezukunft des 21. Jahrhunderts brauchen Investitionen in die Forschung und Entwicklung - und sie brauchen die Akzeptanz neuer Technologien."

Die 1. Rhine-Ruhr International Materials Conference war der Auftakt zu einem Zyklus internationaler Werkstoff-Kongresse, die als "Davos der Werkstoffe" in den kommenden Jahren weitere Werkstoff-Schwerpunkte setzen werden, etwa auf den Gebieten Verkehrstechnik, Medizintechnik, Informations- und Bautechnik. Die nächste Rhine-Ruhr International Materials Conference wird 2006 wieder in Essen in der Villa Hügel stattfinden. Sie wird unter dem Thema "Materialien und Leichtbau" stehen.

nach oben