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Unternehmensmeldungen, 28.06.2000, 02:00

Production Systems: Umstrukturierung auf gutem Wege, break-even für 2000/2001 erwartet

Die Maschinenbau-Branche hat 1999 international, insbesondere in den USA und in Europa, unter einer niedrigen Nachfrage gelitten. Besonders betroffen waren spanende Werkzeugmaschinen, vor allem Transferstraßen und Sondermaschinen. In der zweiten Jahreshälfte 1999 haben sich die Auftragseingänge wieder erholt, im wesentlichen auf Grund der Belebung der Weltkonjunktur. Für das laufende Jahr wird für Westeuropa, die USA und Japan wieder mit einem Produktionsanstieg gerechnet.

Die schwierige Marktverfassung machte sich auch bei Production Systems bemerkbar: Während die beiden Sparten Karosserietechnik und Aggregatmontage eine lebhafte Nachfrage bei hohen Auftragsbeständen und erfreulichen Ergebnissen verzeichnen, prägen Überkapazitäten und Preisdruck die Situation bei den spanenden Werkzeugmaschinen.

1997 wurde in den USA der dort größte Werkzeugmaschinenhersteller Giddings & Lewis (Umsatz 0,6 Mrd Euro) erworben. Nach anfänglich guten Ergebnissen führte ein Nachfrageeinbruch für die gesamte Branche in den USA von bis zu 50 % auch bei Giddings & Lewis zu hohen Unterauslastungen.

Im Sondermaschinenbau der Hüller Hille-Gruppe wurden 1998 und 1999 unter erheblichem Preisdruck Großaufträge hereingenommen. Hierbei traten deutliche Kostenprobleme auf, die erst in den ersten zwei Quartalen 2000 in vollem Umfang erkannt wurden.

Die insgesamt unbefriedigende Entwicklung führte dazu, dass bei Production Systems im ersten Halbjahr 1999/2000 ein Verlust von 47,2 Mio Euro entstand. Vor diesem Hintergrund wurde die Planung für das laufende Geschäftsjahr überarbeitet. Bereits eingeleitete Umstrukturierungsmaßnahmen wurden zu einem weltweiten Reorganisationsprogramm ausgeweitet. Dieses Programm war mit einschneidenden Konsequenzen im Bereich der zuständigen Führungen, des Projektmanagements und der Ausrichtung der Standorte in Deutschland, England und den USA verbunden.

Für das gesamte Jahr 1999/2000 wird für die Sparte Zerspanung ein Verlust von ca. 140 Mio Euro erwartet. Hierin sind wesentlich Einmalkosten - insbesondere für Restrukturierungen - enthalten. Die Sparten Karosserietechnik und Aggregatmontage dagegen werden einen Gewinn von rund 40 Mio Euro erwirtschaften, so dass sich der Verlust des Segments Production Systems insgesamt auf rund 100 Mio Euro belaufen wird. Für das nächste Geschäftsjahr 2000/2001 rechnen wir mit einem insgesamt ausgeglichenen Ergebnis für Production Systems.

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