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Unternehmensmeldungen, 22.10.2014, 11:02

Innovation von ThyssenKrupp: schnell, schneller, ACCEL

Linearmotor-Technologie der Magnetschwebebahn Transrapid erhält Einzug in wegweisendes Personentransportsystem. ACCEL erhöht das Einzugsgebiet von Metrostationen und sorgt für bis zu 30 % mehr Fahrgäste. In Flughafen-Terminals können die Transitzeiten zwischen den Gates um zwei Drittel verkürzt werden.

ThyssenKrupp hat heute seine neueste technische Entwicklung präsentiert und steigt damit ins Nahverkehrsgeschäft ein: ACCEL ist ein einzigartiges Transportsystem mit hoher Kapazität und besonders hohen Geschwindigkeiten – auch auf kurzen Strecken und ohne Wartezeiten für die Fahrgäste. Die Präsentation, inklusive der Fahrt auf dem neuen System, fand im Innovationszentrum von ThyssenKrupp Elevator in Gijon, Asturien (Spanien) statt. Die zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien wurden begrüßt von Andreas Schierenbeck, CEO der ThyssenKrupp Elevator AG, Patrick Bass, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie Ramón Sotomayor, zuständiger CEO für die Region Südeuropa, Naher Osten und Afrika.

Mit zunehmender Überlastung der städtischen Infrastruktur bei gleichzeitigem Bevölkerungswachstum in den Städten stehen Kommunen unter ständigem Druck: Es gilt, neue Lösungen für den innerstädtischen Transport zu finden, um den Aufwand an Zeit, Energie und Umweltressourcen zu senken. Für die Anforderungen des vielschichtigen Verkehrssystems von Großstädten hat ThyssenKrupp den innovativen ACCEL entwickelt.

ACCEL vereinfacht den Zugang zu bestehenden Metrostationen und wird damit auch für Pendler interessant, die den öffentlichen Personennahverkehr aufgrund der großen Entfernung bislang nicht nutzen. Somit kann die Kapazität aller weltweiten Metrosysteme zukünftig durch neue Zugangspunkte maximal ausgeschöpft werden, da ACCEL das Einzugsgebiet jeder Station und damit die Anzahl der Fahrgäste um bis zu 30 % steigern kann. Die Einführung von ACCEL bietet eine Alternative zum kostenintensiven Bau neuer Stationen oder aufwändiger Zwischenverbindungen unter der Erde. Ein weiteres Plus: Die Anzahl der Fahrzeuge im Straßenverkehr würde deutlich sinken.

Andreas Schierenbeck zieht folgendes Fazit: „ACCEL ist unser Beitrag zur Verlagerung des städtischen Verkehrs von der Straße auf die Schiene – das ultimative Ziel aller Städte. Durch die Verkürzung der Transportzeiten auf großen Flughäfen und die Bereitstellung einer kostengünstigen Lösung für Bahn- und Flughafenbetreiber, die keine aufwändigen Baumaßnahmen erfordert, liefert der ACCEL Lösungen für die Anforderungen des Megatrends Urbanisierung.“

Von ACCEL profitieren auch Flughafenbetreiber, die die Transitzeiten zwischen den Gates oder weit entfernten Parkplätzen und dem Flughafen optimieren wollen. Durch den Wegfall von Wartezeiten und Barrieren verbunden mit Hochgeschwindigkeit benötigen Passagiere für eine Distanz von 270 Metern statt wie bisher 415 Sekunden nur noch 140 Sekunden, eine Zeitersparnis von 66 %. Damit kann ACCEL für Entfernungen von bis zu 1,5 Kilometern Busse, Peoplemover oder Sky-Trains ersetzen und dem Flughafenbetreiber damit hohen Kostenaufwand ersparen.

ACCEL kann bis zu 7.300 Personen pro Stunde befördern und damit ebenso viele Fahrgäste wie herkömmliche vollautomatische Kabinensysteme. Die Innovation von ThyssenKrupp verbindet Hochgeschwindigkeit mit höchsten Sicherheitsanforderungen. Möglich macht diese Geschwindigkeit das neuartige Palettenband: Im Eingangsbereich liegen die Alu-Paletten eng übereinander, bei steigender Geschwindigkeit ziehen sie sich auseinander, um sich gegen Ende wieder zusammenzuschieben. Der revolutionäre Antrieb, der auf der Linearmotor-Technik der Magnetschwebebahn Transrapid basiert, sorgt dafür, dass das Band mit normaler Schrittgeschwindigkeit von 0,65 m/s (2,35 km/h) anläuft, bequem auf bis zu 2 m/s (7,2 km/h) beschleunigt und vor dem Verlassen des Systems wieder auf die ursprüngliche Geschwindigkeit verzögert wird. Wenn der Fahrgast zudem über das Band läuft, können Geschwindigkeiten von bis zu 3,3 m/s (12 km/h) erreicht werden.

Damit ist ACCEL äußerst benutzerfreundlich und benötigt zudem nur wenig Personal für Bedienung und Wartung. Die Innovation stellt somit eine perfekte Lösung dar, um die Lücke im Kurzstreckentransport in Städten und Flughäfen zu schließen, und bietet eine sehr konkurrenzfähige Alternative zu bestehenden automatisierten Peoplemovern für Entfernungen von bis zu 1,5 Kilometern.

Die Ingenieure von ThyssenKrupp haben mit ACCEL ein Produkt entwickelt, dass für mehr Sicherheit bei reduzierten Betriebskosten durch weniger Wartung sorgt. ACCEL wurde vom Forschungs- und Entwicklungszentrum von ThyssenKrupp Elevator konstruiert – mit Unterstützung des ThyssenKrupp Transrapid-Projektteams und Partnern aus der Industrie wie Prodrive,Tecnotion und Beckhoff.

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