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Unternehmensmeldungen, 16.04.2003, 02:00

Restrukturierung bei Edelstahl Witten-Krefeld: Standorte müssen wettbewerbsfähiger werden

Die Edelstahl Witten-Krefeld GmbH, Tochtergesellschaft von ThyssenKrupp Steel auf dem Gebiet Edelstahl-Langprodukte, wird bis Ende dieses Geschäftsjahres ein umfangreiches Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogramm umsetzen. "Wir müssen die Ergebnissituation, die von steigenden Rohstoff-, Energie- und Personalkosten belastet wird, deutlich verbessern, so dass unsere Standorte in Witten und Krefeld wettbewerbsfähiger werden", fasst Dr. Jürgen Olbrich, Vorsitzender der Geschäftsführung, die Zielsetzung zusammen.

Das Konzept wurde durch ein Team von Mitarbeitern des Unternehmens, der ThyssenKrupp Steel AG und der Unternehmensberatung Roland Berger erarbeitet. Die geplanten Maßnahmen, die in den kommenden Monaten noch detailliert werden müssen, umfassen folgende Themenkomplexe:

・ Die Abläufe in der Produktion sollen besser aufeinander abgestimmt werden. Belastungen resultieren vor allem aus hohen Logistikkosten zwischen den beiden Standorten Witten und Krefeld. Um die Komplexität der Prozesse zu entzerren, sind größere Investitionen geplant. Beispiele hierfür sind der Bau eines Tiefofens in Witten zur Entkopplung des Schmelzbetriebs von den nachgelagerten Verarbeitungsschritten und einer Schälmaschine für Dornstangen am gleichen Standort.


・ In den Zentralfunktionen Anlagentechnik, Qualitätssicherung und Vertrieb sollen die Organisationsstrukturen verschlankt werden. Auch der übrige Overhead-Bereich wird verkleinert. Es ist vorgesehen, Funktionen zu bündeln und Hierarchien zu verflachen. Ein neues innerbetriebliches Logistikkonzept wird erarbeitet, um die Bestände an Halb- und Fertigfabrikaten deutlich zu senken.


・ Im Produktionsprogramm wird sich Edelstahl Witten-Krefeld künftig auf die ertragstarken und wachstumsintensiven Bereiche konzentrieren. Dazu werden insbesondere die Stärken bei Werkzeugstählen ausgebaut. In diesem Marktsegment kann die technologische Kompetenz verbunden mit hohem Anarbeitungsgrad genutzt werden. Bei Baustählen und Rostfrei-Güten ist geplant, unrentable Geschäfte aufzugeben.

Der bisher erarbeitete Ansatz zeigt große Verbesserungspotenziale auf, die der EWK auch in konjunkturell schwachen Zeiten eine gute Ergebnislage garantiert.

"Die Kombination von Straffung interner Abläufe, Ausrichtung auf globale Kundenstrukturen und Optimierung der Kostenpositionen sichert nicht nur unsere Produktionsstandorte in Deutschland, sondern auch unsere führende Position im globalen Markt der Edelstahl-Langprodukte. Dadurch schaffen wir die notwendige Basis für ein weiteres und nachhaltiges Wachstum unseres Unternehmens" führt Dr. Olbrich aus.

Die Umsetzung des Restrukturierungskonzepts wird insgesamt mit einem Personalabbau von rund 350 Mitarbeitern an beiden Standorten Witten/Krefeld verbunden sein. "Die Maßnahmen sollen sozialverträglich realisiert werden. Gespräche mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich/Sozialplan werden in Kürze aufgenommen", stellt dazu Arbeitsdirektor Paul Ring klar.

Edelstahl Witten-Krefeld hat im Geschäftsjahr 2001/2002 einen Umsatz von 462 Mio Euro erzielt. Insgesamt werden zurzeit rund 2.300 Mitarbeiter beschäftigt, davon 1.617 in Witten und 694 in Krefeld.

Kontakt:
ThyssenKrupp Steel AG
Erwin Schneider
Tel.: +49 203 / 52 - 2 56 90
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: erwin.schneider@tks.thyssenkrupp.com

Dietmar Stamm
Tel.: +49 203 / 52 - 2 62 67
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: dietmar.stamm@tks.thyssenkrupp.com

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