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Unternehmensmeldungen, 06.07.2006, 09:01

Programm "Zukunft": ThyssenKrupp Steel verjüngt Belegschaft durch Übernahme von 1.000 Auszubildenden - Arbeitszeitverkürzung um eine Stunde

Die ThyssenKrupp Steel AG wird die Arbeitszeit der Tarifmitarbeiter von 35 auf 34 Wochenstunden verkürzen. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur notwendigen Verjüngung der Belegschaft geschaffen. Über die gesamte Laufzeit des Vertrages, der zwischen 2006 und 2013 befristet ist, entstehen 500 neue Arbeitsplätze und insgesamt werden 1.000 Ausgebildete zusätzlich übernommen. Die Vereinbarung wurde zwischen dem Unternehmen, dem Gesamtbetriebsrat, der IG Metall und dem Arbeitgeberverband geschlossen.

"Dies ist der klassische Fall von Solidarität. Alle Mitarbeiter forcieren durch den Verzicht auf eine Stunde Arbeitszeit die Einstellung Ausgebildeter und unterstützen die Beschäftigung von Kollegen", erklärte Dieter Kroll, Arbeitsdirektor der ThyssenKrupp Steel AG. "Mit diesem Tarifvertrag schaffen wir den Spagat zwischen der demografischen Entwicklung und dem mittelfristigen Personalbedarf des Unternehmens."

Eckpunkte der Vereinbarung:
・ Zwischen dem 1. Oktober 2006 und dem 30. September 2013 wird die regelmäßige tarifliche Wochenarbeitszeit um eine Stunde verkürzt. Dies wird mit sechs freien Tagen und durch eine entsprechende Entgeltkürzung erreicht.

・ Die durch die demografische Entwicklung negativ geprägte Altersstruktur wird durch 500 Altersteilzeitverträge verbessert und der Know-how-Transfer zwischen den Generationen durch die Übernahme von Ausgebildeten gesichert. Das Instrument der Altersteilzeit lässt gezielt junge Leute nachrücken.
"Dieser Vertrag ist Teil unseres Programms Zukunft, das dem Nachwuchs seine nachhaltige Chance auf einen Arbeitsplatz garantiert", so Kroll. Gegenwärtig hat ThyssenKrupp Steel noch mehr Beschäftigte als ein kostenoptimaler Personalbedarf es erfordert. Doch schon in wenigen Jahren wird sich dieses Verhältnis umkehren. Ab dem Jahr 2011 werden jährlich 500 bis 600 Mitarbeiter regulär in Rente gehen. "Es drohen eine Überalterung der Belegschaft sowie ein dramatischer Verlust an Kompetenz, Wissen und Erfahrung. Der Personalbedarf wird erheblich steigen", erklärte Kroll. "Da werden wir mit dem Programm Zukunft gegensteuern".

Der Altersdurchschnitt in der Stammbelegschaft liegt heute bereits bei 44 Jahren. Die Abschaffung der gesetzlichen Altersteilzeit ab 2009 und die durch die Bundesregierung beschlossene Anhebung des Renteneintrittsalters beschleunigen diese Entwicklung. "Wenn wir jetzt nicht handeln, liegt das Durchschnittsalter im Jahr 2020 bei 55 Jahren", so Kroll.

Weitere Bausteine im Programm Zukunft sind eine gezielte Förderung der Gesundheit und die Qualifizierung der Mitarbeiter aller Altersgruppen mit einem Wissenstransfer zwischen "Jung und Alt". ThyssenKrupp Steel wird darüber hinaus die Potenziale der Mitarbeiter nutzen. "Wir werden also mehr in die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Menschen in unserem Unternehmen investieren", erklärte Kroll.

Diese Presse-Information finden Sie auch im Internet unter: www.thyssenkrupp-steel.de

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