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Unternehmensmeldungen, 20.12.2006, 11:00

Familienfreundliches Unternehmen

Die ThyssenKrupp Steel AG hat ein Maßnahmenbündel geschnürt, mit dem es sich noch familienfreundlicher aufstellt: Seit Anfang Oktober können Mitarbeiter kostenlos die Serviceleistungen der Einrichtung B.u.K. (Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung) nutzen. B.u.K. bietet zwar selbst keine Kinderbetreuung an, hilft aber dabei, Eltern maßgeschneiderte Betreuungsformen – also beispielsweise Tagesmütter, Kinderfrauen, Aupairs oder Plätze in öffentlichen oder privaten Einrichtungen – für ihre Kinder zu finden. Zusätzlich werden für Mitarbeiter des Standorts Duisburg auch fünf so genannte Notfallbetreuungsplätze in einer privaten Kindertagesstätte in Duisburg-Marxloh bereitgehalten. Hier können Eltern, die kurzfristig in eine Notsituation geraten – sei es, weil sie ins Krankenhaus oder auf eine unvorhergesehene Dienstreise müssen – ihre Kinder für eine befristete Zeit betreuen lassen.

„Wir reagieren mit unserem Engagement in Sachen familienfreundliches Unternehmen auch auf die demografische Entwicklung im Unternehmen und in der Gesellschaft: Uns droht – wenn wir nicht mit Instrumenten wie beispielsweise dem „Programm Zukunft“ weiter gegensteuern – eine Überalterung der Belegschaft und in Folge auch ein dramatischer Fachkräftemangel“, erläutert ThyssenKrupp Steel Arbeitsdirektor Dieter Kroll. „Da ist es nur selbstverständlich, dass wir uns darum bemühen, vor allem für junge, gut qualifizierte Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und Leistungsträger auf allen Ebenen bei uns zu behalten oder für uns zu gewinnen.“ Erwiesen sei, so Kroll, dass die Arbeitszufriedenheit von Mitarbeitern wesentlich davon abhängt, ob eine Balance zwischen Familie und Beruf besteht. „ThyssenKrupp Steel bemüht sich dafür zu sorgen, dass dieses Gleichgewicht stimmt. Die Ergebnisse unserer jüngsten Mitarbeiterbefragung zeigen zwar, dass die Identifikation mit dem Unternehmen und seinen Zielen bereits erfreulich hoch ist. Ich denke aber, dass wir diese Werte noch weiter verbessern, die Bindung noch stärken können: Die Initiative der B.u.K. ist eine Maßnahme, die in diese Richtung geht.“

Die Serviceleistungen der B.u.K. seien keine soziale Maßnahme, sondern eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, eine Dienstleistung, die sich auch für das Unternehmen rechne. Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland könne es sich ein Unternehmen nicht mehr leisten, hervorragend ausgebildete Frauen und Männer auf Jahre hinaus zu verlieren, weil sie sich ganz der Kindererziehung widmen müssen. „Mit Hilfe unserer Initiative schaffen wir auch für unsere Mitarbeiter mehr zeitliche Flexibilität, um ihre Entwicklungschancen im Unternehmen zu wahren und sogar zu verbessern. Der Kosten-Nutzen-Effekt ist dabei für beide Seiten sehr hoch“, betont Kroll.

Die Initiative läuft zunächst bis Herbst 2008 und wird vom Förderverein für Kultur und Soziales e.V., der mit Mitteln der ThyssenKrupp Steel AG ausgestattet ist, unterstützt. Danach prüft ThyssenKrupp Steel, wie und ob die Kooperation fortgesetzt wird. „Nach den Anfangszahlen zu urteilen, haben wir allen Grund zu Optimismus – schon in den ersten beiden Monaten gab es lebhaftes Feedback und eine Reihe von Anfragen der Mitarbeiter“, so Kroll. Je nachdem, was die Analyse ergebe, werde in zwei Jahren über das weitere Vorgehen bezüglich B.u.K. entschieden. Parallel feile das Unternehmen weiter an seinem System „Familienfreundliches Unternehmen“.

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