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Produkte und Lösungen, 22.09.2004, 02:00

ThyssenKrupp Umformtechnik setzt beim Verzinken auf Microzinq D4

Hoher Korrisionsschutz bei geringerem Gewicht

Fahrzeuggewicht, Korrosionsschutz und Umweltverträglichkeit sind zentrale Fragestellungen im Automobilbau. Hohe Ansprüche an den Korrosionsschutz werden insbesondere an Chassisbauteile gestellt. Bei der Herstellung solcher Produkte hat sich das Feuerverzinken bewährt, das sich durch hohe Korrosionsresistenz und seine mechanische Beständigkeit auszeichnet. Jedoch existiert ein gravierender Nachteil beim Zinküberzug: aufgrund seiner Dicke von 60 bis 100 µm erhöht sich auch das Bauteilgewicht entsprechend.

Eine Alternative mit hohem Potential bietet hier das Stückverzinken mit Microzinq D4. Dieses innovative und umweltverträgliche, da Chrom6-freie Beschichtungsverfahren bietet als Resultat des Tauchverfahrens Überzüge mit einer Dünnschicht von durchschnittlich 10 bis 20 µm und damit einen im Vergleich mit dem Feuerverzinken deutlich geringeren Gewichtszuwachs.

Welche Ergebnisse erzielt das Microzinq D4-Verfahren hinsichtlich des Korrosionsschutzes? Anerkannte Tests der Automobilindustrie belegen, dass der Korrosionsschutz und dessen Beständigkeit vergleichbare Eigenschaften mit den herkömmlich verzinkten Bauteilen von 60 - 100 µm Dicke aufweisen. Beim Prüfpunkt "Steinschlag", der bei KTL-beschichteten Chassisteilen eine zentrale Rolle spielt, werden sogar bessere Ergebnisse bei Salznebel oder VDA-Belastungen erzielt. Gegenüber den gewöhnlichen Zinkverfahren (ISO 1461) erhöht die höhere Aluminiumkonzentration die Wirksamkeit der aktiven Schutzmechanismen unter Langzeitbewitterung bis um das Vierfache. Die Korrosionsbeständigkeit wurde durch unabhängige Institute (u.a. Salzsprühtest nach DIN 50021, Klimawechseltest nach VDA 621-415, Kersternichtest nach DIN 50018-KFW0,2) nachgewiesen.

Das Potential des Microzinq D4 sieht ThyssenKrupp Umformtechnik jedoch nicht allein beim Korrosionsschutz und der damit verbundenen geringeren Gewichtszunahme der "veredelten" Chassiskomponenten. Auch bei Strukturkomponenten, die aus mehreren Einzelteilen mittels spezieller Fügetechnologien wie Bördeln und Widerstands-/Punktschweißungen miteinander verbunden werden, zeigt das Microzinq-Verfahren seine Leistungsfähigkeit. Durch einen Verlöteffekt kann die Bauteilsteifigkeit um bis zu 40 % gesteigert werden. Im Rückschluss erschließt sich hier die Möglichkeit der Gewichtseinsparung. Da besonders für Achskomponenten die Bauteilsteifigkeit ein wesentliches Auslegungskriterium ist, kann teilweise auf zusätzliche Verstärkungen verzichtet oder die Materialdicke reduziert werden.

Ein weiterer interessanter Effekt ist der im Zuge des Microzinq D4 Prozesses notwendige Wärmeeintrag des Bauteils. Einerseits kann bei ausgewählten Stahlwerkstoffen der so genannte Bake-Hardening-Effekt zur Erhöhung der Bauteilfestigkeit ausgenutzt werden. Andererseits benötigt Microzinq D4 im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren eine geringere Temperatur im Prozess und verringert durch eine gesteuerte Vorwärmung die Gefahr des Bauteilverzuges. Spezielle Vorbehandlungsbäder bewirken gemeinsam mit dem hohen Aluminium-Anteil im Zinkbad eine geringe Schichtdicke. Der Wärmeeintrag kann bei bestimmten Materialien die Lebensdauer des Bauteils erhöhen.

Mit dem Einsatz des Microzinq D4 Verfahrens bei der Produktion von Chassisteilen erfüllt ThyssenKrupp Umformtechnik in besonderem Maße die Anforderungen der Automobilindustrie bzgl. Gewichtsreduzierung sowie gleichzeitig verbesserten Bauteileigenschaften.

Kontakt:

ThyssenKrupp Automotive AG
Thomas Jungbluth
Tel. +49 234 9 19-6013
Fax +49 234 9 19-6015
E-Mail: jungbluth@tka.thyssenkrupp.com

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