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Unternehmensmeldungen, 21.12.2000, 01:00

Geringeres Kapazitätsangebot der Thyssen Krupp Stahl AG

Im Zusammenhang mit der Umsetzung des industriellen Konzepts der Thyssen Krupp Stahl AG, das die Konzentration der Flüssigstufen und des überwiegenden Teils der Warmbandproduktion am Standort Duisburg zum Ziel hat, werden eine Reihe von Investitionen und Umbaumaßnahmen durchgeführt, die vorübergehend zu einem geringeren Kapazitätsangebot führen.

Im 4. Quartal 2000 wird parallel zur Neuzustellung des Hochofens B die letzte Baustufe der neuen Stranggießanlage 3 bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann abgeschlossen. Nach dem Hochlauf der Anlagen wird die volle Leistung voraussichtlich im Frühjahr 2001 erreicht.

Bei der Thyssen Krupp Stahl AG selbst erfolgen Umbaumaßnahmen an der Warmbreitbandstraße in Bochum und an einer Stranggießanlage in Duisburg-Beeckerwerth, die bis Mai abgeschlossen werden. Die Stilllegung der Warmbandstraße in Dortmund erfolgt noch im 1. Quartal 2001, einen Monat später folgen der letzte Hochofen und das Stahlwerk. Damit ist der Restrukturierungsprozess im ersten Halbjahr 2001 abgeschlossen.

In den nachgeschalteten Verarbeitungsstufen werden strategische Investitionen umgesetzt. Die Kopplung von Beize und Tandemstraße in Duisburg-Beeckerwerth erfolgt im Rahmen eines Stufenkonzepts im Verlauf des ersten Halbjahres 2000/2001. Erhebliche Umbaumaßnahmen betreffen die Feuerbeschichtungsanlage 6 in Ferndorf.

Mit der Umsetzung dieser umfangreichen Maßnahmen wird die Rohstahl- und Warmbandkapazität im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001 um rund 300.000 t (8 bis 10 %) geringer sein als im letzten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres, das durch eine Vollauslastung geprägt war. Dadurch bleiben die Anlagen bei lagerzyklisch etwas geringerer Nachfrage auch in den kommenden Monaten gut beschäftigt. Gleichzeitig trägt dies zu einer Marktstabilisierung bei.

Die Entwicklung der europäischen Stahlkonjunktur wird für das Jahr 2001 weiterhin positiv eingeschätzt. Dafür spricht das erwartete Produktionswachstum in den verarbeitenden Branchen Automobilindustrie, Maschinenbau, Elektrotechnik und Verpackungsindustrie. Dies wird zu einem weiteren Anstieg des Stahlverbrauchs führen. Positiv sind vor allem die Perspektiven für Flachprodukte mit großer Verarbeitungstiefe und hoher Wertschöpfung wie oberflächenveredelte Feinbleche für die unverändert gut beschäftigte Automobilindustrie.

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