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Produkte und Lösungen, 23.08.2007, 10:00

ThyssenKrupp Titanium erhöht Schmelzkapazitäten am Standort Essen

Die ThyssenKrupp Stainless AG (Duisburg) stärkt ihr Geschäftsfeld Titan durch Investitionen in Höhe von insgesamt rund 30 Millionen Euro. Diese fließen in verschiedene Maßnahmen zur Produktionsausweitung am Standort Essen der ThyssenKrupp Titanium. So wurde zuletzt ein weiterer Vakuum-Lichtbogenofen errichtet und damit die Schmelzkapazität für Titanblöcke deutlich erhöht. Darüber hinaus entsteht derzeit ein hochinnovativer Elektronenstrahl-Ofen, für den auch eine neue Halle auf dem Werksgelände gebaut worden ist. „Mit diesen Maßnahmen können wir am Marktwachstum im Bereich Titan aktiv teilnehmen und verschaffen uns eine ausgezeichnete Position in dem hochinteressanten Geschäft mit Kunden aus der Luftfahrt und dem Anlagenbau“, betont Jürgen Fechter, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Stainless.

ThyssenKrupp Titanium, eine Tochtergesellschaft der ThyssenKrupp Stainless, will mit diesen Erweiterungen dem steigenden Bedarf nach Titanprodukten auf dem Weltmarkt entsprechen und ihren Kunden Liefersicherheit bei der Versorgung mit Titanerzeugnissen gewährleisten. Auf Grund seines geringen Gewichts und seiner besonderen Korrosionsbeständigkeit bei gleichzeitig hoher Festigkeit ist Titan ein gefragter Werkstoff. Er wird vor allem in der Luftfahrtindustrie, dem Chemieanlagenbau, für Wärmetauscher in Kraftwerken, Meerwasserentsalzungsanlagen, im Schiffsbau und dem Offshore-Bereich sowie der Medizin-Technik eingesetzt.

Mit den zwei neuen Aggregaten werden die Schmelzkapazitäten im Essener Werk deutlich ausgeweitet. Der Vakuum-Lichtbogenofen wurde Ende letzten Jahres in Betrieb genommen. Der derzeit im Bau befindliche Elektronenstrahl-Ofen, dessen Technologie dem neuesten Stand der Schmelztechnologie für Titan entspricht, soll Anfang 2008 die Produktion aufnehmen.

ThyssenKrupp Titanium stellt im Werk Essen vornehmlich Titanblöcke sowie Langprodukte und legierte Platten für die Luftfahrtindustrie und die Medizintechnik her. Die Schmelzblöcke werden zum Standort Terni (Italien) geliefert und dort zu Flachprodukten wie Tafeln, Coils und geschweißten Rohren für industrielle Anwendungen weiterverarbeitet. In Terni sind etwa 130 Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeiter in Essen hat sich in den vergangenen Jahren auf jetzt etwa 140 verdoppelt. Die Titan-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2005/2006 einen Umsatz von rund 110 Millionen Euro. „Auf Grund der starken und nachhaltigen Nachfrage rechnen wir für das laufende Jahr erneut mit einem kräftigen Umsatz-Plus“, so Dr. Markus Holz, Geschäftsführer der ThyssenKrupp Titanium.

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