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Produkte und Lösungen, 14.01.2003, 01:00

Stahl plus flexible Dünnschicht-Solarmodule von ThyssenKrupp Bausysteme

Edles Referenzobjekt in Duisburg seit Herbst 2002 in Betrieb

Seit vier Jahren bietet das Dinslakener Unternehmen ThyssenKrupp Bausysteme ein einzigartiges modulares, auf Stahlprofilen basierendes Solarsystem an. Es eignet sich nicht nur zur Sanierung von Fassaden und Dächern, sondern verleiht Gebäuden ein neues, farbig auf Umgebung, Architektur und Verwendung abgestimmtes Gesicht, und erzeugt zusätzlich Strom aus Sonnenlicht: Thyssen-Solartec. Die neuesten Elemente aus dieser Reihe stromerzeugender Module besitzen eine integrierte Wärmedämmung aus PUR-Hartschaum und schützen somit Gebäude zusätzlich sogar noch vor Wärmeverlust.

Ein Referenzobjekt der besonderen Art hierfür kann ThyssenKrupp Bausysteme seit Herbst vergangenen Jahres im Duisburger Norden vorweisen: Auf dem Werksgelände der ThyssenKrupp Stahl AG wurde im Rahmen einer vier Monate dauernden Baumaßnahme die Fassade der Warmbandspaltanlage instand gesetzt. In die in Grüntönen gehaltene Fassade sind wellenförmig angeordnete, dunkelblau bis violett gefärbte Solartecmodule eingebettet. Durch die farbliche Gestaltung und die außergewöhnliche Anordnung der Solarmodule fügen sich Gebäude und Fassade nicht nur besonders gut in ihr Umfeld am Niederrhein ein, sondern bilden auch einen interessanten Blickfang.

Außerdem erzeugt die auf einer Fläche von 1.000 Quadratmetern installierte Solartec-Anlage mit gut 50 Kilowattpeak elektrische Energie in Form von Gleichstrom, der zu Wechselstrom umgewandelt schließlich in das Versorgungsnetz der RWE eingespeist wird. Trotz des relativ ungünstigen Neigungswinkel der Solarelemente zur Sonne wird die Anlage voraussichtlich bis zu 32.000 Kilowattstunden Strom jährlich produzieren. Diese Menge würde ausreichen, um jährlich acht Einfamilienhäuser mit Strom zu versorgen.

Triple-Junction-Technologie

Was zeichnet die Solarmodule von ThyssenKrupp Bausysteme aus? Für das Thyssen-Solartec-Dach- und Fassadensystem wird die auf nanokristallinem Silizium basierende Solarzellentechnik von Uni-Solar eingesetzt. Produziert werden diese Solarzellen wie folgt: In einem kontinuierlichen Rollenbeschichtungsverfahren werden neun nanokristalline, siliziumlegierte Dünnschichten aufeinander laminiert. Das Solarlaminat besteht aus drei übereinanderliegenden, transparenten Solarzellen, die auf unterschiedliche Lichtwellenlängen reagieren. Diese Dünnschicht-Technologie macht die Solarzellen relativ unabhängig vom Einstrahlwinkel der Sonne: Auch wenn ein Fassadenbereich nicht im optimalen Winkel zur Sonne steht, es neblig oder der Himmel bewölkt ist, erzielen die eingesetzten Photovoltaik-Module dennoch hohe Leistungswerte. Durch Verwendung von nanokristallinem Silizium produzieren diese Elemente noch hohe Energieerträge - im Jahresschnitt können es etwa 20 Prozent mehr Strom sein, als bei Verwendung von konventionellen kristallinen Modulen, die auf dem Dach zusätzlich aufgeständert oder vor der Fassade montiert werden müssen.

Eine weitere technische Feinheit erhöht den Anlagenwirkungsgrad bei Teilabschattungen der Dach- oder Fassadenfläche: Uni-Solar verschaltet die einzelnen Zellen beim Laminieren mit Bypass-Dioden derart, dass sich bei Abschattung einzelner Zellen nicht gleich das gesamte Modul abschaltet, sondern lediglich eine teilweise Leistungsminderung eintritt.

ThyssenKrupp Bausysteme laminiert das Solarzellenpaket dann auf farbig beschichtete Stahlblech-Elemente. Dadurch entstehen leichte, robuste und stabile Elemente, die im Gegensatz zu kristallinen Photovoltaikzellen keinen Unterbau und auch zum Schutz keine schwere, gläserne Abdeckplatte mehr benötigen. Der Bauherr, der im Zuge eines Neubaus oder einer Sanierung gleichzeitig eine Solarstromanlage plant, kann also eine Dacheindeckung oder die äußere Fassadendeckschicht einsparen und muss sich keine Gedanken machen, wie die Solarmodule auf dem Dach befestigt werden.

Die neueste Variante der Thyssen-Solartec-Module erzeugt nicht nur Energie, sondern bewahrt auch Energie durch eine zusätzliche PUR-Dämmschicht: ThyssenKrupp Bausysteme versieht die klassischen Thermodach- beziehungsweise -wand-Sandwichelemente nun zusätzlich mit dem Solarlaminat von Uni-Solar. Ullrich Finger, Geschäftsführer der ThyssenKrupp Bausysteme: "Mit Solartec haben wir ein interessantes Produkt, das aktiv Energie erzeugt, durch Wärmedämmung passiv Energie bewahrt und den Wetterschutz sowie die Statikfunktion berücksichtigt."

Interessante Designmöglichkeiten mit Thyssen-Solartec

Das Fassaden- und Dachsystem Thyssen-Solartec eignet sich hervorragend dazu, mit Produkten der ReflectionsOne-Serie - das ist ein von ThyssenKrupp Stahl produziertes, breit gefächertes Farbspektrum für das Bauen mit Stahl - kombiniert zu werden. ThyssenKrupp Bausysteme liefert die Stahlprofile in den jeweilig abgestimmten Farbtönen des ReflectionOne-Systems; ebenso können die Abdeckleisten der Solarlaminatträger in denselben - oder anderen - Farbtönen beschichtet werden. Damit schließt sich ThyssenKrupp Bausysteme der Forderung des Entwicklers von ReflectionsOne, Farbdesigners Friedrich Ernst von Garnier an: "Farbe, Form und die innovative Kraft der Solarenergie in der Architektur müssen sich öfter zu einem harmonischen Ganzen zusammenfinden."

Kontakt:
Erwin Schneider
Tel.: +49 203 / 52 - 2 56 90
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: erwin.schneider@tks.thyssenkrupp.com

Dietmar Stamm
Tel.: +49 203 / 52 - 2 62 67
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: dietmar.stamm@tks.thyssenkrupp.com

Auf Anforderung senden wir Ihnen eine CD-ROM mit Fotomotiven rund um das Thema Bauen mit Stahl zu.

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