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Unternehmensmeldungen, 02.10.2014, 16:01

Erster Spatenstich: Bau des Testturms in Rottweil gestartet

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben ThyssenKrupp und die Stadt Rottweil am Donnerstag den offiziellen Baubeginn des Testturms gefeiert. Am Vorabend hatte der Gemeinderat die Satzung des Bebauungsplans beschlossen – die letzte formale Hürde der Planungs- und Genehmigungsphase. Die Gründungsarbeiten können nun umgehend beginnen – in gut zwei Jahren soll der von den renommierten Architekten Helmut Jahn und Werner Sobek entworfene Testturm für Aufzugsinnovationen fertiggestellt sein.

„Nun geht es erstmal in die Tiefe bis auf gut 32 Meter, bevor der Turm dann in die Höhe wächst“, erläutert Alexander Keller, Europachef von ThyssenKrupp Elevator. „Je schneller wir den Turm fertigstellen, desto eher können wir unsere zukünftigen Innovationen hier in der Region testen. Außerdem möchten wir der Stadt möglichst schnell zu ihrem Rekord verhelfen: Steht der Turm, dann hat Rottweil Deutschlands höchste Aussichtsplattform auf 232 Meter Höhe.“

Das öffentliche Panoramadeck ermöglicht eine 360° Sicht auf die Region rund um Rottweil und soll zu einem attraktiven Anziehungspunkt für Touristen in Baden-Württemberg werden. Somit ist der Testturm mehr als nur ein funktionales Gebäude zur Forschung und Entwicklung: Unter nachhaltigen und ressourcenschonenden Gesichtspunkten entworfen, repräsentiert er ThyssenKrupps Ingenieurkunst und zitiert in seiner Form die mittelalterlichen Kirch- und Wehrtürme von Rottweil.

Seine endgültige Höhe erreicht die Forschungseinrichtung in relativ kurzer Zeit. Bereits im Sommer 2015 soll das Bauwerk die finale Höhe erreicht haben. Von den aufwändigen Innenarbeiten für den Test und die Zertifizierung von innovativen Aufzügen ist dann – von außen betrachtet – nur wenig zu sehen. Kurz vor Ende der Bauarbeiten wird der Turm seine auffällige Verkleidung erhalten – wie von den Architekten vorgesehen. Das Zusammenspiel von Höhe und Design machen den Forschungs- und Entwicklungsturm von ThyssenKrupp zu einem der prägnantesten Bauwerke in Süddeutschland.

Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 40 Millionen Euro unterstreicht der Technologiekonzern die besondere Bedeutung der Region: Zusammen mit dem Aufzugswerk in Neuhausen auf den Fildern, das derzeit umfangreich zu einem Technologiepark umgebaut wird, sowie der Forschungs- und Entwicklungseinrichtung in Pliezhausen bildet Rottweil mit dem geplanten Testturm eine hochmoderne Innovationsschmiede für Aufzugstechnik mit insgesamt über 1.500 Mitarbeitern. Die Nähe zu den angrenzenden Universitäten und Fachhochschulen in und um Stuttgart und Konstanz in Deutschland sowie St. Gallen, Zürich und Winterthur in der Schweiz mit rund 10.000 Studenten der Ingenieurswissenschaften bietet für ThyssenKrupp eine exzellente Ausgangsbasis für die Rekrutierung von hochqualifizierten Nachwuchskräften.

„Die Menschen in Rottweil begreifen den Turm als große Chance für unsere Stadt, das Projekt wird von einer breiten Mehrheit der Bürgerschaft und des Gemeinderats mitgetragen“, sagte Oberbürgermeister Ralf Broß. Gemeinsam mit ThyssenKrupp habe man das Projekt im Rahmen eines umfangreichen Planungs- und Beteiligungsprozesses, zu dem auch drei Bürgerversammlungen gehörten, auf den Weg gebracht. Die Stadt rechnet mit Impulsen für die gesamte Wirtschaftsregion Schwarzwald-Baar-Heuberg und den Tourismus. „Die öffentliche Aussichtspattform wird ein Besuchermagnet mit Sicht auf die älteste Stadt Baden-Württembergs, den Schwarzwald, die Schwäbische Alb und bei gutem Wetter sogar die Alpen“, so Broß. „Durch die Ansiedlung einer Entwicklungseinrichtung für Hochtechnologie positioniert sich Rottweil zudem als Teil der Innovationsachse Stuttgart-Zürich. Unsere Stadt gewinnt so auch an Attraktivität für weitere zukunftsorientierte Firmen.“ Der Testturm von ThyssenKrupp sei somit ein wesentlicher Schlüssel zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung Rottweils.

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