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Produkte und Lösungen, 17.01.2005, 01:00

Neues Seminarzentrum der ThyssenKrupp Stahl AG: innovative Stahlprodukte in der Praxis

Die ThyssenKrupp Stahl AG hat in Duisburg mit Investitionen von rund 6,5 Millionen Euro ein neues Seminarzentrum errichtet. Das zweigeschossige Bauwerk hat einen kreisrunden Grundriss mit einem Durchmesser von 40 Metern und bietet 1.400 Quadratmeter Fläche für mehrere Seminarräume und einen Plenarsaal. Gleichzeitig ist das Gebäude, für dessen Farbgestaltung der Farbdesigner Friedrich Ernst von Garnier verantwortlich zeichnet, eine Visitenkarte für den Baustoff Stahl und seinen Beitrag zur modernen, anspruchsvollen Architektur.

Den Baustoff Stahl sichtbar zu machen - diese Aufgabe erfüllen sowohl die tragende Konstruktion des Gebäudes aus dem Baustahl FR 30 als auch die Fassadenunterkonstruktion aus DAVEX®-Profilen. FR 30 ist ein neuer, feuerresistenter Werkstoff der ThyssenKrupp Stahl AG, der seit Februar 2001 für die Feuerwiderstandsklasse F 30 allgemein zugelassen ist. Aufgrund seiner speziellen Legierung mit Anteilen von Chrom, Molybdän und Vanadium besitzt dieser Werkstoff eine deutlich bessere Warmfestigkeit als der marktübliche Baustahl S235. Die so genannte kritische Versagenstemperatur im Brandfall liegt um 140 Grad Kelvin höher als beim S235. FR 30 ist für die ThyssenKrupp Stahl AG patentiert. Das neue Seminarzentrum in Duisburg ist so gestaltet, dass die FR 30-Träger die Gebäudefassade an mehreren Stellen durchdringen und das Tragwerk des Gebäudes nach außen sichtbar machen.

Im Inneren des Gebäudes sichtbar sind die DAVEX®-Fassadenträger der ThyssenKrupp Davex GmbH, die als Unterkonstruktion für die etwa 1.300 Quadratmeter große gläserne Fassadenfläche des Seminarzentrums dienen. Für die segmentierte Pfosten- und Riegelkonstruktion wurden etwa 2.500 Meter DAVEX®-Profile verbaut. Das Produkt, so zeigt sich dabei, erfüllt auch bei einem kreisrunden Baukörper alle Anforderungen des hochwertigen Fassadenbaus. Außerdem wird deutlich, dass die innovativen Träger nicht nur elegant wirken, sondern auch vielseitig und flexibel einsetzbar sind. Die Profile lassen die freie Auswahl einer geeigneten Fassadenhaut zu und auch die Verbindung der Fassaden- mit der DAVEX®-Unterkonstruktion erweist sich als problemlos.

Der größte Teil der für das neue Seminarzentrum verwendeten DAVEX®-Profile besitzt einen gelochten Steg und erweist sich in den von Innen sichtbaren Fassadenbereichen als anspruchsvolles architektonisches Element. Dort, wo die Träger nicht sichtbar sind, wurden Profile mit ungelochten Stegen eingesetzt. In DAVEX®-Technologie gefertigte Doppel-T-Profile sind überall dort zu finden, wo raumseitig flächenbündige Paneele oder Trennwände angebracht werden mussten. In Bereichen mit besonders hohen Schallschutzanforderungen, wie zum Beispiel Besprechungsräumen, wurden DAVEX®-Profile als Doppelpfosten mit einer speziellen Schallschutzfüllung verwendet.

DAVEX®-Profile entstehen im so genannten Rollfügeverfahren. Dabei wird mit einem speziellen Rollwerkzeug eine Nut in das Gurtmaterial eingewalzt. Parallel dazu erhält das für den Steg vorgesehene Material an den Kanten eine Kontur und wird in die Gurtnut eingesetzt. Auf beiden Seiten des Steges wird anschließend je eine Schließnut in die Gurte gewalzt, wobei Gurtmaterial in die Konturen an den Stegkanten fließt. So entsteht ohne Schweißen eine kraft- und formschlüssige Verbindung. Mit dem DAVEX®-Verfahren lassen sich Stahlträger fertigen, deren Stege im Verhältnis zum Gurt deutlich schlanker sind als bei gängigen, warm gewalzten Profilen. Außerdem sind die Profile exakt geformt, scharfkantig und können mit gelochten Stegen hergestellt werden. Die DAVEX®-Profile sind seit Mai 2004 allgemein bauaufsichtlich zugelassen.

Kontakt:

ThyssenKrupp Steel AG
Dietmar Stamm
Tel.: +49 203 / 52 - 2 62 67
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
E-Mail: dietmar.stamm@tks.thyssenkrupp.com

Bernd Overmaat
Tel.: +49 203 / 52 - 4 51 85
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
E-Mail: bernd.overmaat@tks.thyssenkrupp.com

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