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Produkte und Lösungen, 20.03.2000, 01:00

Segment Steel: Erste Karosserie-Außenhautanwendung für höherfesten Dualphasenstahl

Die Ford-Werke AG setzt ab sofort den höherfesten Dualphasenstahl DP-K 30/50 der Thyssen Krupp Stahl AG für die Tür-Außenhäute des Ford Puma ein. Damit sind die Kölner Automobilbauer die Ersten weltweit, die einen Stahl dieser Festigkeit für Teile der Karosserie-Außenhaut in der Serienproduktion verwenden. Das Unternehmen erzielt mit dem Werkstoff weitere Gewichtseinsparungen und profitiert von verbesserten Bauteileigenschaften. Die Anwendung zeigt außerdem, dass höherfeste Dualphasenstähle als Kaltband auch in der Oberflächenqualität höchsten Ansprüchen genügen.

Durch den Einsatz des DP-K 30/50 mit einer Zugfestigkeit von 500 Newton pro Quadratmillimeter läßt sich die Dicke der verwendeten Bleche ohne Einbußen bei der Funktionalität verringern. Im Vergleich zu dem höherfesten Bake-Hardening Stahl, den Ford zuvor verwendet hat, reduziert sich das Gewicht der Bauteile um rund zehn Prozent. Außerdem bietet DP-K 30/50 einen besseren Beulwiderstand.

Dualphasenstähle sind Werkstoffe, deren Gefüge sich aus 75 bis 90 Prozent weichem Ferrit und fünf bis 20 Prozent hartem Martensit zusammensetzt. Der Martensit ist dabei inselförmig in die ferritische Struktur eingelagert. Hierdurch besitzen Dualphasenstähle eine bezogen auf ihre Festigkeit hervorragende Umformbarkeit und insbesondere sehr gute Streckzieheigenschaften. Die Thyssen Krupp Stahl AG bietet Feinblech aus Dualphasenstahl in zwei Festigkeitsstufen mit Zugfestigkeiten von 500 und 600 Newton pro Quadratmillimeter an. In warmgewalzter Ausführung ist Dualphasenstahl heute wichtigster Werkstoff für die Herstellung gewichtsreduzierter Räder.

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