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Unternehmensmeldungen, 12.04.2012, 12:00

ThyssenKrupp Nirosta erhält Genehmigung zum Betrieb der Deponie Marbach in Bochum

ThyssenKrupp Nirosta hat vom Umweltamt Hagen die Genehmigung für den Weiterbetrieb und zur Erhöhung der Deponie Marbach in Bochum-Hamme erhalten. Die Behörde hat den entsprechenden Planfeststellungsbeschluss erteilt. Dieser erlaubt ThyssenKrupp Nirosta, künftig Schlacke aus dem benachbarten Edelstahl-Werk am Standort Bochum zu lagern. „ThyssenKrupp Nirosta wird ihre technischen und umweltplanerischen Möglichkeiten nutzen, um das Projekt im größtmöglichen Einklang mit dem Umfeld umzusetzen“, betont Dr. Ulrich Albrecht-Früh, Vorstandsmitglied von ThyssenKrupp Nirosta.

In der Edelstahl-Produktion, auch in der des Werks Bochum von ThyssenKrupp Nirosta, fällt Schlacke an. Der überwiegende Teil dieses Nebenprodukts wird umweltschonend in der Bauindustrie z. B. für Lärmschutzwälle eingesetzt. Für rund ein Fünftel der anfallenden Schlacken erfolgt die Entsorgung in einer Deponie. Für Bochum war es notwendig geworden, einen neuen Ablagerungsort zu finden, nachdem die bislang genutzte Deponie in Bochum-Wattenscheid ihre Kapazitätsgrenze erreicht hatte. Im Zuge des jetzt abgeschlossenen Planfeststellungsverfahrens hatte ThyssenKrupp Nirosta die Genehmigung zum Weiterbetrieb der Deponie Marbach, die früher bereits als Lagerstätte diente, beantragt.

Die in Bochum-Hamme gelegene Deponie Marbach ist aus Sicht von ThyssenKrupp Nirosta der bestmögliche Standort. Die rund fünf Hektar große Brachfläche ist für eine Wohnbebauung oder ein Gewerbegebiet nicht geeignet. Durch die Weiternutzung der Deponie werden zur Ablagerung keine zusätzlichen Flächen an anderer Stelle gebraucht. Zudem wären bei weiter entfernten Deponien die Umweltbelastungen durch Lkw-Transporte größer. Zum Schutz von Anwohnern und Natur sind umfangreiche Maßnahmen in den Nebenbestimmungen des Beschlusses vorgesehen. Diese haben das Ziel, die Schmutz- und Lärmbeeinträchtigung zu minimieren und zu überwachen sowie den Gewässerschutz, die Renaturierung des Marbachs und die Rekultivierung des Geländes sicherzustellen. „Uns ist es ein Anliegen, die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung durch den Betrieb der Deponie so gering wie möglich zu halten“, erklärt Dr. Albrecht-Früh, der im Vorstand für Technik zuständig ist.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat ThyssenKrupp Nirosta gegenüber dem Umweltamt und der Stadt Bochum weitreichende Zusagen im Sinne der Wohnnachbarschaft der Deponie gemacht. Diese betreffen z. B. die Absenkung der Gesamthöhe der Deponie-Aufschüttung auf 30 Meter sowie die Zahl der durchschnittlichen Transportfahrten. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens sind z. B folgende Festlegungen getroffen worden, die von ThyssenKrupp Nirosta bei der Umsetzung berücksichtig werden:
・ Entwässerung der Zufahrtsstraße nicht über die öffentliche Kanalisation
・ Anforderungen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung an das Abdichtungsmaterial
・ Zuordnungskriterien für die abzulagernden Abfälle und deren Einhaltung
・ Anforderungen zum Schutz und zur Überwachung des Grundwassers und zur Fassung und Ableitung des Sickerwassers
・ Monitoring des Setzungsverhaltens
・ Messung des Staubniederschlages und des Lärms zur Kontrolle der Prognose
・ Ausführliches Berichtswesen
・ Umfangreiche naturschutz- und landschaftspflegerische Maßnahmen, u.a. zum Erhalt der blauflügeligen Sandschrecke und der Kreuzkröte
Zudem sind die Belange der Anwohner in die Genehmigung eingeflossen, die bei einem Erörterungstermin am 22. März 2011 diskutiert wurde. Darüber hinaus haben verschiedene Informationsgespräche und Veranstaltungen stattgefunden, um das Projekt vorzustellen. „Die Ängste und Sorgen der Anwohner in Bochum-Hamme, die mit der Wiederinbetriebnahme der Deponie verbunden sind, nehmen wir sehr ernst“, versichert Dr. Albrecht-Früh. „Entsprechend sind wir an allen Aktivitäten interessiert, die dazu beitragen, das Projekt einvernehmlich mit den Bürgern dieses Stadtteils zu realisieren.“ Daher befürwortet ThyssenKrupp Nirosta auch die Einrichtung eines regelmäßig tagenden Beirats. Dort können sich die Anwohner im Hinblick auf den weiteren Projektfortschritt einbringen und ihre Anliegen und Interessen werden besprochen. Dieser Beirat ist vergleichbar mit dem seit Jahren gut funktionierenden „Nachbarschaftsdialog“ in Krefeld. Nicht zuletzt mit Hilfe dieses Beirats wolle ThyssenKrupp Nirosta „weiter für Verständnis für die Notwendigkeit dieses Projekts werben“, betont Dr. Albrecht-Früh. „Die Überlebensfähigkeit einer industriell geprägten Region hängt nicht zuletzt von der Möglichkeit ab, ein solches Projekt unter Einbeziehung aller Umweltschutz-Aspekte realisieren zu können.“

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