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Produkte und Lösungen, 09.06.2000, 02:00

AST baut RSH-Warmbandkapazität aus

Die Acciai Speciali Terni (AST), Terni/ Italien, ein Unternehmen der Krupp Thyssen Stainless GmbH (KTS), hat mit dem Ausbau seiner RSH (Rost-, Säure- und Hitzebeständige Stähle)-Warmbandkapazität begonnen. Bis zum Jahre 2002/03 soll im Rahmen eines Investitionskonzeptes die derzeitige RSH-Warmbandkapazität von 850.000 Tonne pro Jahr auf 1.500.000 Tonnen pro Jahr realisiert werden. Die Maßnahmen umfassen unter anderem den Bau eines zweiten AOD-Konverters und einer Dünnbrammengießanlage.

In einem ersten Bauabschnitt wird der Konverter errichtet. Mit diesem Aggregat kann die Rostfrei-Warmbandkapazität in 2001/02 um etwa 300.000 Tonnen gesteigert werden. In einem weiteren Schritt ist die Errichtung einer Dünnbrammengießanlage vorgesehen, durch die die Rostfrei-Warmbandkapazität ab 2002/03 nochmals auf insgesamt 1.500.000 Tonnen jährlich erhöht wird.

AST mit ihren Standorten in Turin und Terni produziert im Wesentlichen RSH-Flachprodukte, daneben im kleineren Umfang Elektroband und C-Stähle. Im Geschäftsjahr 1998/99 konnte AST mit rund 4.000 Mitarbeitern einen Umsatz von circa 1,2 Mrd. Euro erzielen. Die gesamte Stainless-Gruppe der TK Steel AG erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 3,2 Mrd. Euro mit rund 12.000 Mitarbeitern. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung RSH-Warmband bei AST sollen der verstärkten weltweiten Warmbandnachfrage Rechnung tragen, insbesondere aber die Vormaterialversorgung der KTS Kaltbandwerke in Europa, Asien und der NAFTA-Region sichern.

Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der Bandgießanlage im Werk Krefeld der Krupp Thyssen Nirosta im Dezember 1999, setzt KTS mit der Investition bei AST ein weiteres Zeichen im Hinblick auf die Technologieführerschaft. Die Dünnbrammentechnologie für rostfreie Stähle wurde in den letzten Jahren unter Federführung von AST, in Kooperation mit dem Forschungsinstitut Centro Sviluppo Materiali (CSM) und SMS Demag AG, an einer Pilotanlage in Terni zur Produktionsreife entwickelt. Nach der Umsetzung des Investitionskonzepts wird bei AST erstmals rostfreier Stahl in etwa 60 Millimeter dicken Brammen vergossen, die über einen Tunnelofen direkt der bestehenden Warmbandstraße zugeführt werden. Mit der Verkürzung der Produktionsstrecke vom flüssigen Stahl zum Warmband wird eine deutliche Kostenreduzierung erwartet. Nach Inbetriebnahme der Dünnbrammengießanlage wird AST eine der beiden vorhandenen Stranggießanlagen stilllegen.

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