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Produkte und Lösungen, 26.10.2004, 02:00

Titan-Verbundmaterial für Automobil-Abgassysteme

Die Deutsche Titan GmbH stellt zur Euroblech in Halle 14, Stand F 14 eine neue Lösung für Automobil-Abgassysteme vor, die etwa 40 Prozent weniger wiegt als vergleichbare Stahl-Komponenten. Für das Abgassystem wird ein neuer Verbundwerkstoff aus Titan und Aluminium verwendet. Die Verbundlösung verleiht dem Titan die nötige Hitzebeständigkeit auch bei Temperaturen von mehr als 800 Grad Celsius. Damit eignet sich der Werkstoff für alle Abgas-Komponenten, die hinter dem Katalysator angesiedelt sind.

Eigentlich liegt die Temperaturgrenze für den Titan-Einsatz bei etwa 450 Grad Celsius. Wird die Hitze größer, beginnt Sauerstoffoxidation das Metall zu zerstören. Dass der Werkstoff nun auch im Hochtemperaturbereich angewendet werden kann, liegt an der Verbindung mit Aluminium: Hierfür wird bei der Wickeder Westfalenstahl GmbH durch Walzplattieren eine dünne Aluminiumfolie auf das Titan gebracht. Anschließend unterzieht man das Verbundmaterial einer Wärmebehandlung. Hierbei reagieren die beiden Metalle miteinander und bilden eine intermetallische Phase, die sauerstoffundurchlässig ist und verhindert, dass das Titan oxidiert. Das Wärmebehandlungsverfahren ist für die Deutsche Titan GmbH patentiert.

Mit der neuen Titanlösung für Abgassysteme zielt das Unternehmen mit Sitz in Essen auf den Markt der Oberklassefahrzeuge. Das Material bietet gute Korrosionsbeständigkeit, hohe Festigkeit und thermische Belastbarkeit und dazu erstklassiges Leichtbau-Potenzial.

Kontakt:

Dietmar Stamm
Tel.: +49 203 / 52 - 2 62 67
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
E-Mail: dietmar.stamm@tks.thyssenkrupp.com

Bernd Overmaat
Tel.: +49 203 / 52 - 4 51 85
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
E-Mail: bernd.overmaat@tks.thyssenkrupp.com

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