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Produkte und Lösungen, 20.03.2000, 01:00

Segment Automotive: Kloth-Senking baut Leichtmetallkompetenz aus

Die Kloth-Senking Metallgießerei GmbH (KSM) hat mit dem Aufbau einer Druckgießzelle für Magnesium-Werkstoffe den Einstieg in die Magnesium-Fertigung vollzogen. Die nächste Ausbaustufe der Magnesium-Gießerei ist bereits in Planung und beinhaltet unter anderem die Errichtung einer zentralen Magnesium-Schmelzanlage. KSM-Geschäftsführer Klaus Schneider erläutert: "Kloth-Senking kann jetzt nicht nur alle wichtigen Leichtbauwerkstoffe anbieten, sondern auch entsprechende Entwicklungskompetenz für Verfahren, Bauteile und Systeme nachweisen." Erster Magnesium-Auftrag für KSM ist die Herstellung von Lenksäulenbauteilen für die Krupp Presta AG.

Magnesium ist mit einer Dichte von 1,74 Gramm pro Kubikzentimeter der leichteste bekannte metallische Konstruktionswerkstoff. Neben einer guten volumenbezogenen Festigkeit bietet er unter anderem erhöhte Dämpfungseigenschaften und lässt sich gut mechanisch bearbeiten. Magnesium-Bauteile sind bei entsprechender Konstruktion bis zu ein Drittel leichter als vergleichbare Bauteile aus Aluminium und bieten dabei die gleiche Funktionalität. Außerdem besitzt Magnesium hervorragende Gießeigenschaften: Im Vergleich zu Aluminium-Gusswerkstoffen lassen sich mit Magnesium filigrane Konturen exakter wiedergeben. Dr. Thomas Zeuner, Abteilungsleiter Technologische Entwicklung bei KSM, zufolge setzt das Unternehmen beim Magnesium-Einstieg auf die Verwendung neuer technischer Lösungen beim Schmelzen des Werkstoffes und beim Einsatz flüssiger Medien im Bereich der Gießmaschine.

KSM prüft zurzeit, inwieweit heutige Umsatzträger wie Lenkgehäuse, Kompakthalter, Fußhebellagerwerke und Zylinderkopfhauben künftig in Magnesium gefertigt werden können. Mittelfristig wird KSM Lösungen anbieten, die dem Kunden auch bei großflächigen, dünnwandigen Strukturteilen Gewichtsvorteile bieten.

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