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Produkte und Lösungen, 22.09.2004, 02:00

ThyssenKrupp Automotive präsentiert Vorderachs-Einzelradaufhängung für Nutzfahrzeuge

Systemlösung aus einer Hand

ThyssenKrupp Automotive präsentiert auf IAA 2004 anhand einer Konzeptstudie, die wirtschaft­liche Realisation einer Vorderachs-Einzelradaufhängung für Nutzfahrzeuge. Herzstück dieser Ent­wick­lung ist ein Integralträger, an dem die gesamte Achsaufhängung zu­sam­men mit dem Lenkgetriebe vormontiert wird. Mehr als 80 Prozent der Komponenten der Einzel­radaufhängung stammen aus Konzernunternehmen von ThyssenKrupp Automotive. Die benachbarten Systeme Len­kung, Rahmen und Fahrerhauslagerung werden ebenfalls im Kon­zern entwickelt und produ­ziert. Durch die ganzheitliche Betrachtung dieser Systeme bei Thys­senKrupp Automotive wur­den Synergien erzielt, die es ermöglichen, trotz des Kostendruckes diese technische Innova­tion in einen Nfz-Vorderwagen einfließen zu lassen und Potentiale zur Optimierung von Ge­wicht, Sicher­heit, Komfort und Serviceaufwand zu nutzen.

Als Systementwicklungspartner unserer Kunden übernimmt ThyssenKrupp Automotive Sys­tems das Projektmanagement, das Engineering, die Erprobung sowie die Koordination aller be­teilig­ten internen und externen Komponentenlieferanten. Der Neubau des Projekthauses in Bochum schafft die Möglichkeiten zur übergreifenden Zusammenarbeit von allen beteiligten Konzernunternehmen und externen Partnern. Somit entsteht ein Team von Entwicklern, die in effizienter Weise Schnittstelleninformationen zeitnah miteinander an einem Tisch austauschen können. Das erspart enorm viel Zeit in der Koordination mit den beteiligten Lieferanten, hilft effektiv Fehler zu vermeiden und ermöglicht Innovationen durch interdisziplinäre Systeman­sätze zu entwickeln.

Die Endmontage der gesamten Achsaufhängung und die dafür erforderlichen Logistikdienstleistungen werden ebenfalls von ThyssenKrupp Automotive Systems durchgeführt, wodurch dem zukünftigen Kunden eine Lösung aus einer Hand geboten wird.

Einzelradaufhängungen werden im Nutzfahrzeugsektor bislang nur bei Kleintransportern, Bussen oder Geländefahrzeugen verwendet. Zurzeit suchen die Hersteller nach Wegen, wie man dieses Fahrwerkkonzept auch bei Fahrzeugen einführen kann, die gegenwärtig noch mit Starrachsen unterwegs sind.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die spürbare Verringerung der ungefederten Massen bietet die Konstruktion ein wesentlich besseres Fahrverhalten, da jedes Rad unabhängig auf Fahrbahnunebenheiten reagieren und Störeinflüsse absorbieren kann. Die Fahrsicherheit erhöht sich insbesondere durch die konzeptbedingt bessere Wankstabilität und die präzisere Radführung. Hierdurch ergibt sich eine Reduzierung der dynamischen Radlasten, wodurch neben der Schonung sowohl von Ladung als auch Straßenbelag, eine deutliche Komfort- und Sicherheitssteigerung für den Fahrer einhergeht.

Kontakt:

ThyssenKrupp Automotive AG
Thomas Jungbluth
Tel. +49 234 9 19-6013
Fax +49 234 9 19-6015
E-Mail: jungbluth@tka.thyssenkrupp.com

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