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Unternehmensmeldungen, 22.08.2007, 10:00

Uhde erhält großen Kokereiauftrag aus Südkorea

Die HYUNDAI STEEL Company erteilte Uhde den Auftrag für den Neubau einer Kokerei, bestehend aus vier Koksofenbatterien und einer großen, einstraßigen Gasbehandlungsanlage. Mit einer jährlichen Gesamtproduktionskapazität von 3,2 Mio Tonnen Koks ist die Kokerei Bestandteil eines neuen integrierten Hütten- und Stahlwerkes, das HYUNDAI STEEL am Standort Dangjin (Provinz Chungnam), rund 100 km südwestlich der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, errichtet.

Der Auftrag wird im Konsortium mit dem südkoreanischen Partner Hanjin Heavy Industries & Construction Co., Ltd. ausgeführt, der für das Detail Engineering sowie die lokalen Lieferungen verantwortlich ist. Zum Uhde-Leistungsumfang gehören das komplette Basic Engineering, die Lieferung von Spezialausrüstungen sowie die Montage- und Inbetriebnahme-Überwachung. Der Auftragswert für das Konsortium beträgt ca. 250 Millionen Euro, woran Uhde einen Anteil von ca. 150 Millionen Euro hat.

Die vier geplanten Koksofenbatterien werden zusammen pro Tag annähernd 8.700 Tonnen Koks aus ca. 11.600 Tonnen Kohle erzeugen und jeweils 60 Großraumöfen mit einer Kammerhöhe von 7,6 Meter umfassen. Gleichzeitig wird eine der weltgrößten Gasbehandlungsanlagen mit einem Durchsatz von 190.000 Normkubikmetern je Stunde errichtet.

Die neue Kokerei wird mit allen Merkmalen ausgestattet, die die moderne Technik von Uhde zu bieten hat. Dazu zählt der Einsatz von Großraumöfen, die bei reduziertem Platzbedarf geringere Betriebskosten verursachen und umweltfreundlicher betrieben werden können. Insbesondere durch den Einsatz des PROven®-Systems werden die sonst üblichen Emissionen an allen Ofenverschlüssen und beim Füllvorgang der Öfen vermieden.

Diese Technologie ist bereits in der Kokerei Schwelgern im Einsatz, die die Hochöfen der ThyssenKrupp Steel AG in Duisburg mit Koks beliefert. Auch an deren Realisierung war Uhde im Rahmen eines Engineeringauftrages wesentlich beteiligt.

Für die Kokskühlung kommt das moderne CSQ (Coke Stabilisation Quenching)-Nasslöschverfahren mit integriertem zweistufigen Partikelabscheider zum Einsatz. Neben den anspruchsvollen Emissionsdaten, die denen einer Kokstrockenkühlung in nichts nachstehen, zeichnet sich das CSQ-Verfahren dadurch aus, dass der in dieser Anlage gekühlte Koks einen hohen Grad an Stabilität aufweist. Dies ist für den Betrieb heutiger Hochleistungshochöfen von eminenter Bedeutung.

Die Gasbehandlung wird ebenfalls nach dem neuesten Stand der Technik konzipiert. Eine Kombination der Uhde-eigenen Verfahren CYCLASULF® und MONOCLAUS® garantiert bestmögliche Entschwefelung des Kokereigases und die Gewinnung hochreinen Schwefels. Alle Komponenten der Gasbehandlungsanlage werden in geschlossenen Systemen betrieben, so dass keinerlei Emissionen auftreten.

Das von Uhde entwickelte System COKEMASTER® zur Automatisierung aller Anlagenteile des Batterie- und Gasbehandlungsbereiches sorgt für einen sicheren sowie prozess- und kostenoptimierten Betriebsablauf.

Die erste Koksofenbatterie soll Ende 2009 gemeinsam mit der Gasbehandlungsanlage ihren Betrieb aufnehmen, gefolgt von der Inbetriebnahme der weiteren drei Koksofenbatterien bis Ende 2010.

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