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Unternehmensmeldungen, 14.12.2007, 11:00

ThyssenKrupp Steel nimmt neuen Hochofen in Betrieb

Die ThyssenKrupp Steel AG hat am 13. Dezember 2007 in Duisburg ihren neuen Hochofen 8 in Betrieb genommen. Der Neubau ist Teil eines 340 Millionen Euro teuren Hochofenkonzepts, mit dem das Unternehmen die Roheisenbasis für seine deutschen Werke sichert. Gleichzeitig sichert die Investition mittelfristig 1.200 direkte sowie weitere 3.600 indirekte Arbeitsplätze in der Region. Der Hochofen wurde früher fertig gestellt als geplant. Die Bauzeit gerechnet von der Erteilung der Baugenehmigung betrug nur 28 Monate. Hochofen 8 wird täglich rund 5.600 Tonnen Roheisen produzieren.

ThyssenKrupp Steel betreibt in Duisburg auf einem neun Quadratkilometer großen Werksgelände vier Hochöfen, die jährlich rund 11,5 Millionen Tonnen Roheisen produzieren. Die Hochöfen Schwelgern 1 und 2 gehören zu den weltweit größten ihrer Art. Der neue Hochofen 8 ersetzt den 1963 erbauten Hochofen 4, der künftig als Reserveaggregat dienen soll. Abgerundet wird das Hochofenkonzept durch die umfassende Modernisierung des existierenden Hochofens 9. Hochofen 8 und 9 werden künftig als Zwillingsanlage mit gemeinsamer Messwarte und Rohstoffversorgung betrieben.

Für den Neubau des Hochofens 8 allein hat ThyssenKrupp Steel 250 Millionen Euro investiert. Rund 80 Millionen, also fast ein Drittel der Investitionssumme, flossen in Einrichtungen für den Umweltschutz. Sämtliche Emissionen unterschreiten die Grenzwerte der jeweils gültigen Umweltrichtlinien deutlich. Bei den Staubemissionen werden Hochofen 8 und 9 mehr als zwanzig Prozent unter den früheren Werten für die Hochöfen 4 und 9 liegen. Die Lärmemissionen konnten ebenfalls signifikant verringert werden. Eine weitere Besonderheit ist die Farbgestaltung des neuen Hochofens, bei der das Schwarz im oberen Teil erst in Orange und anschließend in Gelb übergeht. Die Abstufung soll den Temperaturverlauf im Inneren der Anlage widerspiegeln. Das Farbkonzept hat ThyssenKrupp Steel gemeinsam mit dem renommierten Farbdesigner Friedrich Ernst von Garnier entwickelt.

Über das Hochofenkonzept am Standort Duisburg hinaus investiert die ThyssenKrupp Steel AG gegenwärtig im Rahmen ihrer Vorwärtsstrategie rund sechs Milliarden Euro in den Ausbau der Kapazitäten. Derzeit im Bau befindet sich ein neues Stahlwerk in Brasilien mit einer Kapazität von fünf Millionen Tonnen im Jahr. Das Werk soll im Frühjahr 2009 fertig gestellt sein. Drei Millionen Tonnen des in Brasilien erzeugten Stahls sollen in den USA weiterverarbeitet werden. Hierfür wird im US-Bundesstaat Alabama ein Werk mit leistungsfähigen Warm- und Kaltwalz- sowie Beschichtungslinien gebaut. Der erste Spatenstich hat im November 2007 stattgefunden. Zwei Millionen Tonnen Stahl aus Brasilien werden nach Deutschland geliefert, wo ThyssenKrupp Steel derzeit in den Ausbau seiner wertschöpfenden Verarbeitungs- und Veredelungslinien investiert.

Diese Presse-Information und ein aktuelles Bild zum Thema finden Sie auch im Internet unter www.thyssenkrupp-steel.com.

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