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Kapitalmarktrelevante Presseinformationen, 08.04.2002, 02:00

ThyssenKrupp Steel, Kawasaki Steel und NKK unterzeichnen umfassenden Kooperationsvertrag

Die beiden japanischen Stahlkonzerne Kawasaki Steel Corporation und NKK Corporation sowie die ThyssenKrupp Steel AG werden bei Qualitätsflachstahl - insbesondere bei Produkten für den Autosektor sowie bei der autorelevanten Forschung und Entwicklung (F&E) - zusammenarbeiten und gemeinsame Aktivitäten in Angriff nehmen. Ein umfassendes Kooperationsabkommen wurde von Fumio Sudo, Präsident und CEO von Kawasaki Steel Corporation; Masayuki Hammyo, Präsident und CEO von NKK Corporation; Dr. Ulrich Middelmann, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Steel AG sowie vom stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, Dr. Karl-Ulrich Köhler, unterzeichnet.

In einem rasant steigenden Wettbewerb fordert die Automobilindustrie immer stärker eine globale Verfügbarkeit von Stahlprodukten für die Herstellung von Autos und Autoteilen. Die führenden Stahlhersteller werden zunehmend direkt einbezogen in "Simultaneous Engineering"-Verfahren (simultane Produkt- und Prozessentwicklung in enger Zusammenarbeit mit den Kunden) und in die Anstrengungen zur kontinuierlichen Optimierung des Fahrzeuggewichts und der Kosten der nächsten Autogenerationen. Neue Stahlgüten, Beschichtungen und Anwendungstechnologien wie lasergeschweißte maßgeschneiderte Stahlprodukte (Tailored Products) gewinnen zunehmend an Bedeutung und müssen zu den Werken der Autohersteller rund um die Welt geliefert werden. Um diese Anforderungen zu erfüllen, werden die drei Unternehmen gemeinsam ein globales Liefernetzwerk aufbauen und F&E-Aktivitäten entwickeln.

Der Vertrag schafft den Rahmen für einen Ausbau des Wettbewerbsvorsprungs der drei Unternehmen durch eine optimale gegenseitige Ergänzung der bedeutenden Know-how-Potenziale und der Kreativität der drei Unternehmen etwa bei der gemeinsamen Forschung und Entwicklung, beim Lizenzaustausch und bei anderen kooperativen Aktivitäten.

Nach sorgfältiger Prüfung der Vorzüge haben sich die drei Unternehmen auf folgende Arbeitsgebiete geeinigt:

1. Technischer Lizenzaustausch

Die Partner werden Technologien im Zusammenhang mit Stahlblechen austauschen, zum Beispiel beschichtete Feinbleche mit ausgezeichneten Weiterverarbeitungseigenschaften, um so ihr Geschäft mit den weltweit produzierenden Autoherstellern auszuweiten. ThyssenKrupp Steel bietet den japanischen Partnern Spitzen-Know-how im Bereich der Tailored Products.

2. Themen in Forschung und Entwicklung

Die Firmen werden gemeinsame F&E-Projekte durchführen, die die Entwicklung von neuen höherfesten Stählen mit hervorragenden Umform-, Beschichtungs- und Oberflächeneigenschaften sowie die Entwicklung von neuen Beschichtungs- und Anwendungstechnologien betreffen, die die Produktionsprozesse (Zuschneiden, Pressen, Lackieren) bei den Kunden optimieren.

Die Ziele der Kooperation werden über einen Lenkungsausschuss realisiert, der aus Vertretern des Topmanagements der drei Konzerne besteht und sich in regelmäßigen Abständen trifft, um über die übergreifende Kooperationsstrategie zu entscheiden. Unter dem Lenkungsausschuss sind Arbeitsgruppen gebildet worden, die die Bearbeitung inhaltlicher Themen wie die Entwicklung höherfester Stähle, innovativer Beschichtungsverfahren und verbesserter Stahlanwendungstechnologien vorantreiben.

Den Vertrag sieht Dr. Ulrich Middelmann, Vorstandsvorsitzender von ThyssenKrupp Steel als einen Meilenstein: "Das Kooperationsabkommen ist ein wichtiger, erfolgreicher Schritt, um durch eine Erhöhung der globalen Verfügbarkeit der Materialien und eine Verbesserung des weltweiten Leistungsniveaus die Zufriedenheit unserer Automobilkunden zu erhöhen."

Fumio Sudo, Präsident und CEO von Kawasaki Steel, hob das "marktorientierte Denken" als die gemeinsame Vision der drei Unternehmen hervor und stellte fest: "Ziel ist es, die Synergien aus der Wertschöpfung, die sich aus dem Angebot von weltweiten Lösungen ergeben, mit den Kunden zu teilen. Ich bin überzeugt, dass wir ihnen greifbare Ergebnisse bieten können."

Masayuki Hammyo, Präsident und CEO von NKK, begrüßt die Kooperation in hohem Maße und kommentiert sie dahingehend, dass "NKK im technischen Austausch mit ThyssenKrupp Steel eine langjährige Beziehung pflegt. Über die Zusammenarbeit können wir unseren global agierenden Automobilkunden neue Produkte und einen verbesserten Service bieten."

Kurzporträts

ThyssenKrupp Steel AG
Firmenname:ThyssenKrupp Steel AG
Firmensitz:Duisburg, Deutschland
Vorstandsvorsitzender:Dr. Ulrich Middelmann
Rohstahlproduktion:17 Mio t
Umsatz: 12,6 Mrd Euro (2000/2001)
Produkte:Qualitätsflachstahl (Warmband, Kaltband, oberflächenveredelte Produkte, Grobblech, Weißblech, Tailored Blanks), Edelstahl Rostfrei, Nickelbasislegierungen, Elektroband
Beschäftigte: 51.418 (Stand 30.09.2001)

Kawasaki Steel Corporation
Firmenname:Kawasaki Steel Corporation
Firmensitz:Tokio, Japan
Präsident und CEO:Fumio Sudo
Rohstahlproduktion:12,1 Mio t (nicht konsolidiert, Stand 31.03.2001)
Umsatz: 1.315 Mrd Yen (Stand 31.03.2001)
Produkte:Qualitätsflachstahl (Grobblech, Warmband, Kaltband, Elektroband, Weißblech, oberflächenveredelte Produkte), Stabstahl, Träger, Röhren und Rohre, Edelstahl Rostfrei
Beschäftigte:30.058 (Stand 31.03.2001)

NKK Corporation
Firmenname:NKK Corporation
Firmensitz:Tokio, Japan
Präsident und CEO:Masayuki Hammyo
Rohstahlproduktion:21 Mio t
Umsatz: 1.787 Mrd Yen (Stand 31.03.2001)
Produkte:Qualitätsflachstahl (Grobblech, Warmband, Kaltband, Elektroband, Weißblech, oberflächenveredelte Produkte), Stabstahl, Träger, Schienen, Röhren und Rohre
Beschäftigte:39.875 (Stand 31.03.2001)

Ansprechpartner:
Erwin Schneider
ThyssenKrupp Steel AG
Tel.: 02 03 / 52 - 2 56 90
Fax: 02 03 / 52 - 2 63 69

Dietmar Stamm
ThyssenKrupp Stahl AG
Tel.: 02 03 / 52 - 2 62 67
Fax: 02 03 / 52 - 2 57 07

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