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Unternehmensmeldungen, 09.12.2005, 12:18

ThyssenKrupp Electrical Steel: Vorwärtsstrategie nach erfolgreicher Restrukturierung

Die Restrukturierung des Produktbereichs Elektroband bei ThyssenKrupp Steel trägt Früchte: Das Tochterunternehmen ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH meldet für das Geschäftsjahr 2004/2005 einen zweistelligen Millionengewinn, nachdem im Geschäftsjahr davor noch ein hoher zweistelliger Millionenbetrag als Verlust zu verzeichnen war. Mit 200.000 Tonnen hat das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr einen neuen Produktionsrekord aufgestellt. Der Umsatz lag bei 387 Millionen Euro und damit 28 Prozent höher als im Geschäftsjahr davor. Der Auftragsbestand reicht schon jetzt bis in den Juli des kommenden Jahres. Bereits abgeschlossene und laufende Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung sollen die jährliche Fertigungsmenge bis zum Geschäftsjahr 2006/2007 auf 250.000 Tonnen erhöhen.

Die ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH ist Europas größter Anbieter für kornorientiertes Elektroband und liegt weltweit auf der zweiten Position. Das Unternehmen beschäftigt an seinen Standorten in Gelsenkirchen und Isbergues, Nordfrankreich, 1.100 Mitarbeiter. Hauptsitz ist Gelsenkirchen. Kornorientiertes Elektroband ist eine Stahlsorte mit einer speziellen, in einem aufwändigen Fertigungsprozess eingestellten Mikrostruktur, die hauptsächlich in Transformatoren eingesetzt wird. Moderne Hochleistungstransformatoren enthalten je nach Größe 50 bis 350 Tonnen kornorientiertes Elektroband.

ThyssenKrupp Electrical Steel profitiert derzeit von einer dynamischen Marktentwicklung, die hauptsächlich durch die starke Nachfrage aus Indien und China angetrieben wird. Etwa 40 Prozent der weltweiten Jahresproduktion von 1,5 Millionen Tonnen verbrauchen derzeit die asiatischen Märkte. "Hierdurch", so Clemens Iller, der Vorsitzende des Vorstandes von ThyssenKrupp Electrical Steel, "ist am Markt eine signifikante Unterversorgung eingetreten." ThyssenKrupp Electrical Steel liefert mehr als die Hälfte seiner Produktion nach Europa. Gegenwärtig erzielt das Unternehmen einen Durchschnittserlös von 1.500 Euro pro Tonne kornorientiertes Elektroband. Noch vor zwei Jahren lag der Preis pro Tonne in einem von Überkapazitäten und Preisdumping geprägten Markt bei nur 1.100 Euro.

Neben der Marktdynamik tragen zur guten Entwicklung von ThyssenKrupp Electrical Steel in erheblichem Umfang die Ergebnisse eines internen Effizienzsteigerungsprogramms bei, das die Qualität in der Fertigung erhöht und die Produktivität um sieben Prozent gesteigert hat. Derzeit erprobt das Unternehmen die großtechnische Umsetzung einer neuen Technologie, mit der sich kornorientiertes Elektronband deutlich wirtschaftlicher fertigen lässt. Clemens Iller: "Mit unseren Investitionen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung wird die Beschäftigung an unseren Standorten für die Zukunft nachhaltig gesichert."

Die Struktur der ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH mit ihrer Spezialisierung auf kornorientiertes Elektroband ist das Ergebnis einer tief greifenden Neuordnung des Produktbereichs Elektroband bei ThyssenKrupp Steel. Die beiden wichtigsten Maßnahmen waren die Stilllegung der unwirtschaftlichen Elektroband-Fertigung im italienischen Terni Ende September 2005 und die Integration der Aktivitäten im Bereich nicht kornorientiertes Elektroband in die Muttergesellschaft ThyssenKrupp Steel. Nicht kornorientiertes Elektroband hat eine andere Mikrostruktur als kornorientiertes Elektroband und wird hauptsächlich in Generatoren und Elektromotoren eingesetzt. Durch die Integration in die Fertigung bei ThyssenKrupp Steel konnten Synergieeffekte genutzt werden, weil man das Material teilweise auf denselben Anlagen fertigen kann wie konventionelle Stähle. In Terni wird seit Oktober 2005 ausschließlich Edelstahl produziert. Die Neuordnung der Elektroband-Aktivitäten ist damit abgeschlossen.

Diese Presse-Information finden Sie auch im Internet unter: www.thyssenkrupp-steel.de

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